»Ach was da, Modejournal,« knurrte Pfeffer, der unten am Tische bei einer halben Flasche Wein saß, »Schulden sind's, und damit er den Leuten Sand in die Augen streut, hängt er den Plunder um sich her; Esel, wenn sie sich davon blenden lassen.«
»Nein, Höfken hat Recht,« rief aber auch Berthel, »es muß etwas Anderes dahinter stecken – Schulden, bah! Wenn ein Mensch erst einmal so viel Schulden hat, daß er doch ganz gewiß weiß, er kann sie nicht bezahlen, dann machen sie ihm auch keine Sorgen mehr, und so steht's mit Handor. Nein, bei dem spukt etwas Anderes, und ich bezahlte wahrhaftig...«
»Eine Flasche Champagner, Kellner,« rief in diesem Augenblick eine laute, fröhliche Stimme, und als sich Alle danach wandten, stand Handor, der eben genannte erste Liebhaber, in der geöffneten Thür; »aber wohl in Eis, verstanden?« setzte er rasch hinzu, »oder auch gleich zwei, drei Flaschen, mein Junge, denn ich bin schmählich durstig heut Abend und schmählich vergnügt – Guten Abend, meine Herren!«
»He, Handor, beim Zeus! Junge, wo kommst Du her? Eben sprachen wir von Dir; wo bist Du gewesen?«
»Im Himmel, Kinder, im siebenten Himmel,« rief der junge Mann, indem er Hut und Stock an einen Nagel hing und dann einen Stuhl neben dem etwas zur Seite rückenden Höfken nahm, »direct aus den himmlischen Sphären stieg ich nieder in die »Hölle«, und nur der himmlische Trank kann mir Ersatz für das Verlorene geben.«
»Pff,« zischte Pfeffer durch die Zähne, »den Himmel, in dem der gesteckt hat, kenn' ich.«
»Alle Wetter, Handor,« lachte aber auch der Maler, »Sie scheinen heute Ihren splendiden Tag zu haben!«
»So lang der Wirth nur weiter borgt,
Sind wir vergnügt und unbesorgt!«
citirte Pfeffer.