„Nummer 7.“
„Nummer 7, Herr Commerzienrath!“ wiederholte der Wirth.
„Nein, das ist nicht möglich“, sagte Herr Mahlhuber, „in dem Zimmer wohnt ein anderer Herr; Nummer 17 vielleicht.“
„Nein, Nummer 7“, drückte sich der Wirth jetzt mit einer etwas verlegenen Verbeugung vor, „ach bester Herr Commerzienrath, Sie dürfen es nicht übelnehmen —“
„Aber in Nummer 7 wohnt schon Jemand“, sagte dieser bestimmt; „ich habe mir Nummer 7 bestimmt angesehen.“
„Ich weiß wohl, Herr Commerzienrath“, sagte der Wirth mit seinem freundlichsten Lächeln, „aber die entsetzlich vielen Gäste, die gerade heute Abend angekommen sind —“
„Ja, dagegen habe ich ja gar nichts, sagen Sie mir nur meine Nummer.“
„Ich bin genöthigt gewesen, den Herrn mit in Ihr Zimmer einzuquartieren“, brach der Mann in einem verzweifelten Entschlusse heraus.
„In mein Zimmer?“ rief der Commerzienrath, und beinahe hätte er das Licht, das er in der Hand trug, fallen lassen, jedenfalls fiel die Lichtschere hinunter.
„Es war wahrhaftig nicht anders möglich.“