„Und das wissen Sie gewiß?“ rief der Jüngere der Beiden.

„Das weiß ich gewiß — sie wollten in Koburg Mittag machen und dann nach Sonneberg fahren.“

„In der dortigen Gegend muß der alte Schuft auch zu Hause sein“, rief der Aeltere rasch, „und er war dabei.“

Der Commerzienrath biß sich auf die Lippen, schien aber fest entschlossen in diesem Augenblick nichts übelzunehmen, und sagte:

„Den ältlichen Herrn habe ich nicht selber gesehen, aber ein Koffer war hinten aufgeschnallt.“

„Dann haben wir sie!“ rief der Jüngere jubelnd, und in die Thür springend schrie er dem Postillon zu, sich rasch bereitzuhalten und sie augenblicklich nach Koburg zu fahren.

„Nach Koburg?“ rief dieser erstaunt, „über Lichtenfels?“

Dem Commerzienrath stockte das Blut, der Aeltere machte seiner Angst aber ein schnelles Ende.

„Gott bewahre!“ rief er, „wir schneiden über Banz ein ganz Stück Weg ab und können in zwei Stunden in Koburg sein. Komm Heinrich, trink dein Bier aus, wir haben keinen Augenblick mehr zu verlieren — apropos, wie ist Ihr Name, mein Herr?“

„Mein Name?“ rief der Commerzienrath, an den diese Frage gerichtet war, bestürzt, „Müller — Kaufmann Müller.“