„Spurlos?“ lachte Martin, „habt Ihr mich etwa gesucht?“

„Ich? nein,“ erwiederte Willis, aber doch halb verlegen, „weßhalb sollte ich Euch gesucht haben?“

„Nun, man kann nicht wissen,“ meinte Martin, „aber Ihr durftet Euch doch wohl auch denken, daß ich schon von selber wieder käme — hatte nur schmählich viel zu thun, und habe wirklich die ganze Zeit gearbeitet, wie ein Pferd.“

„Wo denn?“ frug Willis — „bei wem?“

„Bei wem? bei mir selber,“ lachte der kleine Mann, „wird auch die höchste Zeit, daß ich einmal ordentlich für mich selber anfange, und hätte es eigentlich schon lange thun sollen, ist aber auch jetzt noch nicht zu spät.“

„In der That?“ nickte jetzt Willis, fest entschlossen, der einmal angeregten Sache auf den Grund zu gehen, denn diese Ungewißheit wurde peinlich — „da wollt Ihr am Ende gar heirathen, Martin, und man darf vielleicht schon gratuliren.“

„Bitte — schon lange besorgt,“ lachte Martin — „nur meine Frau abholen möcht’ ich — Mrs. Fanny scheint aber nicht in besonderer Eile zu sein.“

„Wer? — ich?“ sagte Mrs. Fanny, aber vollkommen ruhig, indem sie von ihrer Arbeit aufsah, „und was habe ich damit zu thun, wenn ich fragen darf?“

„Was Du damit zu thun hast, Fanny?“ wiederholte aber Martin erstaunt — „das ist nicht übel. Bist Du nicht die Hauptperson, und haben wir jetzt nicht etwa lange genug getrennt gelebt? Aber nun ist’s nicht mehr nöthig, denn mein Haus ist fertig und Alles in schönster Ordnung, um es zu beziehen. So bitte, Schatz, pack Deine Sachen zusammen, daß wir bald fortkommen, denn ich möchte gern, daß wir heut Abend noch zu Hause wären.“

Wir?“ rief Mrs. Fanny, und ließ erstaunt ihr Baumwollenrad ruhen — „seid Ihr verrückt im Kopf geworden?“