„Du hast Recht — so bleib Du da,“ erwiderte Carman — „ich werde allein gehn und dort ebenfalls essen, mich auch anscheinend gar nicht um ihn kümmern.“

„Wenn Du nur sein Lachen hörst, erkennst Du ihn augenblicklich wieder; es ist beim ewigen Himmel der niederträchtige, blutige Schuft, der uns damals so schändlich verrathen und mißhandelt hat.“

„Gut — erst müssen wir Gewißheit haben, und Zwei sehen mehr als Einer, nachher wollen wir den Burschen schon kriegen. Ich habe, während Du oben bei ihm warst, hier einen Schulkameraden von daheim getroffen. Er war früher Advokat, ist aber hier jetzt Händler, und einen bessern Hülfsmann können wir uns nicht wünschen. Bleib’ nur indessen im Zelt, daß wir nachher einander nicht verfehlen,“ und ohne weiter eine Antwort abzuwarten, schritt er rasch dem bezeichneten Kosthaus zu, in dessen Thür er verschwand. Er blieb auch nicht übermäßig lange, und als ihm Hudson, der trotzdem schon ungeduldig war, rasch entgegentrat, faßte er ihn unter den Arm und flüsterte ihm, ihn mit fortziehend, zu:

„Du hast Recht, es ist beim ewigen Himmel jener Raubmörder, der hier ganz gemüthlich über ehrliche Menschen zu Gericht sitzt und sich mit einer Frechheit benimmt, die Nichts zu wünschen übrig läßt.“

„Aber wo willst Du jetzt hin?“

„Zu Collins, meinem Freund, dem Advokaten,“ rief Carman, „der muß uns jedenfalls in der Sache beistehn, denn ich glaube, daß wir den Burschen jetzt sicher haben — der läuft uns nicht mehr fort.“

„Und hat er Dich nicht etwa erkannt?“

„Gott bewahre — er saß mit einem anderen Mann oben am Tisch.“