„Es trägt gar keinen Namen,“ lautete die Antwort, „und das einzige Erkennungszeichen, das mir angegeben wurde, sollte sein, daß zu Häupten desselben ein kleiner spitzer Stein stände, mit einem bestimmten Zeichen eingemeißelt.“
„Hm,“ nickte der Alte, „da brauchen Sie am Ende den Todtengräber und das Kirchenbuch nicht, denn einen solchen Stein weiß ich und hab’ mich schon manchmal gewundert, wer den wohl zum Leichenstein gesetzt haben könnte.“
„Und wo steht der?“ rief der Fremde rasch; „ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie mich begleiten wollten.“
„Ja, wenn Sie nicht zu rasch laufen,“ sagte Brenner, sich mühsam von seinem Sitz erhebend, „so humple ich mit Ihnen hinüber, aber schnell geht’s freilich nicht mehr. Die Knochen werden alt.“
„Ich habe reichlich Zeit; wir können so langsam gehen, wie Sie wollen.“
„Na, denn man zu,“ nickte Brenner, „weit haben wir ja überdies nicht, denn wir sind hier im Gemeinde-Haus hübsch bequem neben dem Kirchhof einquartiert, damit wir später nicht zu viel Fuhrlohn kosten.“
„Dies ist das Gemeinde-Armenhaus?“
„Ja, und hier sehen Sie einen seiner glücklichen Bewohner.“
„Sie haben auch früher gedient?“