„Und was nennt ihr einen guten Preis?“ frug der Eingeborene wieder.
„Fordert hundert Gulden,“ sagte der Capitain, der etwas vom Malayischen verstand, es aber nicht soviel sprach, sich in einen Handel einzulassen.
„Nur langsam,“ entgegnete aber der vorsichtigere Kaufmann, „der Bursche fängt an, wärmer zu werden; schon daß er nach dem Preis des Khrises fragte, wo er oben im Auctionszimmer die anderen wirklich schönen Waffen keines Gebots gewürdigt hatte, ist ein gutes Zeichen; wir wollen ihm da nicht vorgreifen und uns selber die Hände binden – er mag sagen, was er geben will, nachher steht es uns frei, sein Gebot anzunehmen oder zu verweigern.“
„Und was nennt ihr einen guten Preis?“ wiederholte der Javane, der entweder ungeduldig wurde, oder auch glauben mochte, die Weißen hätten seine Frage nicht verstanden.
„Sag' du selber, was du geben willst,“ erwiderte ihm jetzt der Amerikaner, indem er den Khris noch einmal aus der Scheide zog, flüchtig betrachtete, zurückstieß und nachlässig in die Tasche schob, „ich habe ihn erst gekauft und möchte mich nicht gern gleich wieder von ihm trennen.“
„Dort unten?“ frug der Javane, mit dem Arm nach dem Auctionshause deutend, „ich habe ihn dort nicht gefunden.“
„Also hat er ihn gesucht –“, lachte der Yankee still vor sich hin, „das steigert den Preis, Kamerad; die Bemerkung war dir nicht nützlich – nun, was willst du geben?“ setzte er dann auf Malayisch hinzu.
„Der Khris ist funfzig Gulden werth,“ sagte der Javane gleichgültig, „ich gebe funfzig.“
„Und ich habe sieben und achtzig dafür gezahlt,“ rief der Capitain rasch auf Holländisch.
„Nur ruhig,“ beschwichte ihn der Kaufmann, „wir fangen eben erst an. – Funfzig Gulden sind ein kleiner Preis, Freund, dafür könntest du kaum die Scheide bekommen, und du wirst verschiedene Male funfzig Gulden neben einander legen müssen, wenn du die Waffe haben willst. Du mußt mehr bieten.“