„Deshalb müssen wir euere vier Leute noch vom Boot zu Hülfe haben.“
„Und dann sollen wir uns mit Gewalt durchschlagen?“
„Wir müssen es versuchen! Ich weiß wenigstens keine andere Möglichkeit, euch zu helfen.“
„Und wer bürgt mir dafür, Freund, daß ihr es ehrlich mit mir meint?“ sagte Jacobs. „Ihr habt mich hier ohne Warnung den Rothfellen in die Hände laufen lassen, und wie kann ich wissen, ob ihr nicht mit ihnen unter Einer Decke steckt!“
„Das Mißtrauen muß ich euch allerdings zu Gute halten,“ sagte Mac Kringo, „und wenn ihr meinem ehrlichen Gesicht nicht glaubt, habe ich keine weitere Bürgschaft für euch, als die Versicherung, daß uns allen, oder wenigstens Fünfen von uns, der Boden hier unter den Füßen brennt, und wir Gott danken wollen, wenn wir die Insel im Rücken haben. Jetzt thut was ihr wollt; wenn ihr einen anderen Rath wißt, euch zu helfen, so ist es mir lieb, wo nicht, so sagt mir euere Meinung bald, denn wie ich sehe, fängt der Alte da hinten an, die Geduld zu verlieren.“
„Ihr habt Recht,“ sagte Jacobs nach kurzer Pause, „es ist das die einzige Rettung. Im allerschlimmsten Falle kann dann mein Bruder, der Steuermann, doch am Ende noch mit den paar Kanakas und dem Fahrzeug entkommen, sobald er merkt, daß für uns Alles verloren ist. Aber auf welche Art kann ich ihm Kunde schicken? Wenn die Insulaner wenigstens meine Leute zurückrudern ließen!“
„Ich glaube schwerlich, daß Toanonga das zugiebt,“ sagte der Schotte, „denn der günstige Erfolg seiner ganzen List beruht nur darauf, daß die am Bord keinen Verdacht schöpfen. Aber da kommt er selber, jetzt wollen wir gleich hören, wie er sich die Sache weiter ausgedacht hat.“
Toanonga war wirklich ungeduldig geworden, denn da er sich nun einmal mit dem Gedanken vertraut gemacht hatte, das Schiff den Fremden wegzunehmen und zu seinen eigenen Zwecken zu verwenden, erschien es ihm höchst rücksichtslos von dem Papalangi, daß er ihn auch noch so lange darauf warten ließ.
„Nun mach rasch, Ma Kino,“ sagte er, als er zu ihm trat, „meine Leute wollen nicht länger warten, und wir haben auch keine Zeit zu verlieren, denn der Tag vergeht. Was sagt der Papalangi?“
„Er fügt sich deinem Willen,“ erwiderte der Schotte; „wenn ihr keinem von ihnen ein Leides thun und ihnen das Fahrzeug, sobald ihr es gebraucht habt, zurückgeben wollt.“