Toanonga schien indeß gar nicht mit der Ankunft des andern Weißen einverstanden, ging auch ohne weitere Umstände auf Jonas zu und fragte ihn, was er da schon wieder wolle.

„Was ich da will?“ entgegnete dieser etwas verblüfft, „Tabak, bei Gott, wenn das Boot landet, denn ich denke, es ist lange genug, daß wir keinen gesehen haben.“

„Gut, Freund,“ entgegnete Toanonga ruhig, „du sollst Tabak haben, jetzt aber geh hin, wo du hergekommen bist, und laß dich nicht eher wieder hier sehen, als bis ich dich rufe.“

„Aber ...“ sagte der Matrose, der jetzt nicht wußte, ob er dem erhaltenen Befehle folgen solle oder nicht. Der alte Häuptling ließ ihn jedoch gar nicht ausreden.

„Hast du gehört, was ich mit dir gesprochen?“ fragte er, und zwar viel ernster, als er ihn noch je gesehen. „Komm her, Ma Kino, schicke mir den Zimmermann einmal fort; ich habe gesagt, er soll weggehen, und ich will ihn hier nicht länger sehen.“

Mac Kringo war, schon nichts Gutes ahnend, herangetreten. Wollten sie sich aber jetzt schon dem Befehl widersetzen, so mußte er fürchten, daß ihr ganzer Plan scheitern würde. Unter einer Viertelstunde konnte das Boot nämlich nicht heran sein, und bis dahin würden die Eingeborenen sie leicht bewältigt haben.

„Komm, Jonas,“ sagte er deshalb zu dem Kameraden, „geh zurück in den Busch, es hilft jetzt nichts, wir müssen ihm gehorchen – aber nicht zu weit fort. Wo sind die Anderen?“

„Nicht hundert Schritte von hier, wo da drüben die rothen Blumen stehen.“

„Desto besser, in einer Viertelstunde kann das Boot da sein; so wie ihr mich aber Hülfe schreien hört, kommt herbei, so rasch euch eure Füße tragen.“

Jonas ging fort. Toanonga hatte jedoch ihrem Gespräch mit unruhigem Blicke gelauscht. Es gefiel ihm nicht, daß sich die Beiden jetzt gerade in ihrer Sprache so lange unterhielten, und natürlich wäre es ihm sehr unbequem gewesen, Leute in der Nähe zu haben, die am Ende den andern Weißen hätten beistehen können. Übrigens ließ er sich gegen Mac Kringo nichts merken, nahm eine junge neben ihm am Boden liegende Cocosnuß auf und sagte zu dem Schotten. „Hast du ein Messer bei dir?“