»Ich rieche Rauch,« sagte aber die Frau, ohne die Worte des Fremden zu beachten oder ihn auch nur eines Blicks zu würdigen.
»Das kann wohl möglich sein,« flüsterte Tolmer. »In dem verzweifelten Dickicht hier haben die Burschen auch nicht bei Nacht und Nebel fortkommen können, und sind jedenfalls liegen geblieben. Vielleicht treffen wir sie im Lager.«
Vorsichtig setzten sie ihren Weg fort. Wenn aber auch Lloko den Rauch richtig gespürt, fanden sie nur noch das halb niedergebrannte Feuer. Die beiden Buschrähndscher hatten ihre Flucht wahrscheinlich, wie sie ihre Verfolgung, mit anbrechendem Tage fortgesetzt. Von hier aus schienen sie aber eine andere Richtung genommen zu haben, und Lloko, die derselben eine Zeitlang folgte, faßte plötzlich Tolmers Arm und flüfterte:
»Das Boot! – Sie sind nach dem versteckten Boot!«
»Und so wird's auch sein!« rief Tolmer, ärgerlich mit dem Fuße stampfend, »und wir kommen nachher gerade zeitig genug an den Strand, sie in der Ferne absegeln und uns auslachen zu sehen. Daß ich an das verdammte Boot nicht früher gedacht, und eines von den unseren hier herum geschickt habe, ihre Flucht abzuschneiden.«
»Kommt,« sagte da Lloko, die sich indessen nach allen Seiten umgesehen, als ob sie erkennen wollte, wo sie sei, »kommt mit mir.«
»Hallo, Schwarze,« brummte aber Morris, als er sah, daß sie links von der Fährte abbog, »da hinaus geht's nicht. Hier im offenen Sande kann ich die Spuren auch erkennen, und die führen dort hinaus.«
»Kommt,« rief aber die Eingeborene noch einmal, ohne sich an den Widerspruch zu kehren. »Wir treffen ihn, ehe er das Boot besteigt.«
»Die Schwarze ist nicht mit Gold zu bezahlen,« lachte Tolmer, sich vergnügt die Hände reibend, vor sich hin. – »Was meint Ihr, Bill? es wäre ein Hauptspaß, wenn wir ihm die Flucht so vor der Nase abschnitten.«
Bill, der frühere Mailführer, der sich bei der Polizei hatte anwerben lassen und die Expedition als Freiwilliger seinem alten Groll gegen den Buschrähndscher zu Liebe mitmachte, nickte mit dem Kopf und brummte: