»Hallo Betsy, was fehlt Dir? Du bist krank, Schatz – siehst ja käseweiß im Gesicht aus. Geh nur wieder hinein, Dich können wir hier nicht gebrauchen.«

»Sagt mir nur, wo ich anfassen soll,« erwiederte das Mädchen ruhig, »mir fehlt Nichts, wenn ich auch vielleicht ein Bischen blaß aussehe.«

»Dir fehlt Nichts?« rief aber auch jetzt der Alte, der sie aufmerksam betrachtete, und dann unwillkürlich nach dem Weg hinübersah, auf dem Hendricks vor wenig Minuten davon geritten. – »Hat Dir der – gentleman etwa was gesagt?«

»Welcher gentleman, Pa?«

»Nun, der Mister Hendricks.«

»Das ist kein Gentleman,« sagte das junge Mädchen finster und fuhr nach einer kurzen Zögerung fort: »Ja – er hat mir seine Hand angeboten.«

»Hm,« brummte der Alte, »merkwürdig geschwind muß es gegangen sein, das ist wahr, aber als eine Beleidigung kann man das doch nicht eigentlich nehmen.«

»Ich hab's aber so genommen Vater, doch – laßt den – Burschen. Sagt mir wo ich mit anfassen kann, denn ich muß wieder zur Mutter hinein. Das Schütteln ist vorüber und sie bekommt jetzt ihr Fieber.«

Die beiden Männer wußten recht gut, daß aus der Betsy – wenn sie nicht reden wollte, Nichts herauszubringen sei. Der Alte betrachtete sie allerdings wohl noch eine Minute lang scharf und forschend, aber sie erwiederte den Blick nicht, und da war es denn das Beste, daß man sie eben ruhig zufrieden ließ. Er zeigte ihr deshalb jetzt, wie sie die Stange einsetzen und halten solle, und Betsy, nicht zum ersten Mal bei der Arbeit verwandt, brauchte auch keine lange Erklärung. In kurzer Zeit war der Stamm auf seinem Platz, und sie schritt dann wieder, ohne weiter ein Wort zu sagen, nach dem Haus zurück.

Jim wollte die Sache freilich nicht aus dem Kopf und als er gegen Mittag noch einmal wieder zu ihr in's Haus kam, frug er sie: