Die Männer hielten noch einen Augenblick die Augen auf die Stelle geheftet, denn in dieser Zeit erweckte auch das Kleinste und Unbedeutendste Verdacht.
»Da kommen mehrere aus dem Wald,« rief da plötzlich Jim Jenkins, in der Erregung des Augenblicks von seinem Stuhl emporfahrend. »Ob sie uns hier, von dort aus sehen können?«
Mehrere Minuten beobachteten die Männer schweigend das, was sich da drüben augenscheinlich am Waldrand regte, endlich sagte Klingelhöffer, dessen Augen noch scharf wie die eines Luchses waren:
»Dort ist noch immer nur ein Mann zu sehen, aber er schleppt ein Canoe aus den Büschen heraus. Wenn es Mehrere wären, würden sie ihm helfen.«
»Klingelhöffer hat Recht,« sagte Wecks. »Jetzt kommt er damit in's Freie; er will in den Strom hinaus.«
»Es ist besser, wir ziehen uns in's Haus zurück,« meinte Jenkins. »Es braucht Niemand zu wissen, daß wir hier so zahlreich versammelt sind.«
»Vielleicht kommt er herüber.«
»Wir werden's bald sehen. Er ist schon damit am Wasserrand. Ob das Boyles selber sein kann?«
Die Männer hatten sich langsam von der offenen Veranda in das Haus gezogen. Nur Klingelhöffer blieb draußen sitzen und es war bald keinem Zweifel mehr unterworfen, daß das Canoe von drüben herüber halte und den Landungsplatz an der diesseitigen Farm zu erreichen suchte, denn der Rudernde hielt den Bug immer seitwärts stromauf, damit er von der starken Strömung nicht zu weit hinab geführt würde. Wer es sei, ließ sich allerdings noch nicht erkennen, da der Mann gebückt im Canoe saß und einen alten Strohhut noch außerdem über die Augen gezogen hatte, aber das mußte sich bald auch entscheiden, denn jetzt erreichte er schon fast die über der Farm liegende felsige Spitze und indem er sein etwas schwankes Fahrzeug treiben ließ, lenkte er es gleich darauf in den Sand-Einschnitt von Klingelhöffer's Ufer, in welchem schon dessen Skiff befestigt lag.
»Boyles! wahrhaftig,« rief Jim Jenkins, der jetzt auf die Veranda hinausgetreten war, denn vor dem einzelnen Nachbar brauchten sie sich nicht mehr zu verstecken – »Hallo, Boyles, woher kommt Ihr und wo wollt Ihr hin?«