»Gleich dort drüben. Es führt ein schmaler Pfad nicht weit davon vorbei.«

»Kannst Du ihn auffinden?«

»Ich – weiß es nicht – ich glaube ja.«

»Wie lange haben wir zu gehen?«

»Oh, gar nicht lange – noch an dieser Seite vom Schilfbruch ist's.«

»Nun also denn vorwärts,« rief der Bärtige, der jetzt den Oberbefehl über die Bande zu haben schien – »und glaub' nicht etwa, mein Junge, daß Du uns im Wald davon huschen kannst. Wie Du nur Miene machst fortzulaufen, drehe ich dir den Hals um, darauf kannst Du Dich verlassen.«

»Ich kann ja nicht fortlaufen,« klagte Bill, »ich habe ja ein lahmes Bein.«

»Desto besser für dich,« nickte der Schwarze »denn das hält Dir den Hals gerade – aber nun vorwärts. – Nein, mein Junge, nicht losmachen, ich behalte Dich an der Hand, denn sicher ist sicher. Komm nur mit; es hilft Dir jetzt nichts weiter. Und die Stöcke bring ebenfalls Sip, wenn ihn unterwegs vielleicht sein Gedächtniß verlassen sollte.«

Bill leistete keinen Widerstand weiter, denn Alles, was er wollte, hatte er ja erreicht: Sie glaubten ihm und waren im Begriff, ihm zu folgen, aber trotzdem beschlich den Knaben jetzt eine und zwar nicht unbegründete Furcht.

Daß ihn die Freunde nicht mit ihren Kugeln treffen würden, wenn sie auf die Räuber schossen, wußte er gut genug und scheute sich wahrlich nicht davor, aber der baumstarke Mann mit dem großen schwarzen Bart, hielt seinen Arm wie in einem Schraubstock und merkte er Verrath – von dem er jetzt aber noch keine Ahnung haben konnte, so war es sicherlich um ihn geschehen. Aber trotzdem schritt der Knabe, der jedoch wirklich so that, als ob er nicht rasch von der Stelle könne, neben dem Jayhawker her. Weigern hätte ihm auch jetzt nichts mehr geholfen, das wußte er gut genug und nur die Kugeln der Freunde konnten ihn wieder frei machen und in Sicherheit bringen.