»Und in welcher Art?«

»Indem wir uns trennen und jeder einen anderen District absucht.«

»Und was dann, wenn ihn Einer findet? Haben wir nicht Beide Antheil an der Rache?«

»Das ist eben der Teufel, und wenn das nicht wäre,« meinte John, »so hätte ich Dir den Vorschlag schon vor vier Wochen gemacht – sobald wir uns aber nach zwei Richtungen wenden, liegt doch viel eher die Möglichkeit vor, ihn anzutreffen und sind wir ihm nur erst einmal auf der Spur – wissen wir bestimmt, daß er in Texas ist, dann wäre es auch nachher ein Leichtes, ihn gemeinschaftlich wieder zu treffen.«

»Und dann müßten wir ihn das erste Mal laufen lassen,« sagte Jim mit dem Kopf schüttelnd – »Du wärst der Letzte, der das thäte, John. Denk nur an das Versprechen, das Du dem General in Little Rock gegeben.«

»Bah, soviel für den; der hatte kein Anrecht an unserer Rache, aber Du hast es, und ich möchte es Dir nicht verkümmern. Uebrigens braucht Hendricks, wenn ihn Einer von uns aufspürt, gar nicht zu erfahren, daß wir in der Nähe sind. Wir wollen nur herauszubekommen suchen, wo er sich aufhält, und uns dann an einem verabredeten Sammelplatz treffen.«

»Das ist weitläufig,« sagte Jim, mit dem Kopf schüttelnd, »und bekommt er nachher Wind, so sind wir auf dem alten Fleck. Nein, Du weißt, daß uns neulich einmal der Neger, den wir trafen, einen Mann beschrieb, der möglicher Weise Hendricks gewesen sein kann. Der soll sich aber in der Nähe einer deutschen Colonie aufhalten. Wie wär's, wenn wir zusammen dorthin aufbrächen und dann erst – sobald wir unseren Verdacht nur in etwas bestätigt finden, getrennt suchen.«

»Es ist ein verwünscht weiter Weg.«

»Aber will uns das Glück wohl, so finden wir ihn vielleicht eben so leicht in dieser Richtung, wie in irgend einer andern.«

»Aber die Beschreibung paßte nur in etwas auf die Person, sonst wären wir ja gleich auf der Spur nachgegangen,« rief John. »Jener Bursche war der Sohn eines Pflanzers aus Florida, dem die Unionisten die Plantage zerstört hatten.«