»Aber auch hier steht kein Pferd.«

Peters antwortete nicht mehr. Sie waren kaum noch funfzig Schritt von der Wohnung entfernt, und wenige Secunden später warfen sich die Männer aus den Sätteln.

»Dort unten die Straße entlang sehe ich einen Reiter,« rief Jim, dessen Blick rasch nach allen Seiten umherflog.

»Bei Gott, dort galoppirt Jemand,« rief auch John, indem er im Nu wieder im Sattel saß – »spring in das Haus und sieh nach. Ist er nicht dort, so kann er uns da draußen nicht mehr entgehen.«

Peters war schon an der Thür, die nur angelehnt schien. Er stieß sie auf und warf einen Blick in das Innere. Jim stand an seiner Seite.

In der Stube sah es wild und wunderlich aus, als ob Diebe darin umhergewühlt und was sie nicht gebraucht, über den Boden gestreut hatten. Eine kleine Kiste war mitten in die Stube gezogen und die Hälfte ihres Inhalts lag daneben am Boden. Jim sprang darauf zu – während sein Blick durch den Raum flog, hatte er ein kleines blau und roth gestreiftes Tuch entdeckt, das mitten in dem Wust lag. Er kannte es, es war früher Eigenthum seiner Schwester gewesen – aber er gab sich keinen Betrachtungen darüber hin.

»Das genügt als Zeichen,« rief er, das Tuch vom Boden reißend und damit gegen die Thür springend – »kennst Du das, John? – Fort!«

John warf nur einen einzigen Blick darauf und in demselben Augenblick sein Pferd herumreißend, bohrte er ihm die Hacken in die Seite und flog mit ihm in gestrecktem Carrière die Straße entlang. – Jim war fast ebenso rasch draußen bei seinem Thier.

»Aber so bleibt nur noch einen Moment,« rief Peters – »ich hole meine Büchse und begleite Euch.«

Jim hörte ihn schon gar nicht mehr. Nach! das war der einzige Gedanke, den er hatte – nach! und sein Thier strengte alle Kräfte an, den vorangeeilten Gefährten wieder einzuholen.