»Entschuldigen Sie,« sagte Zacharias, der die Möglichkeit eines Geschenkes noch nicht aufgab, und deshalb seine Höflichkeit bewahrte, »ich bin wasserdichter Hutmachergesell und da –«
»Ja so, das ist was Anderes,« nickte der Kleine, »aber Du bist noch nicht lang hier, wie? – gefällt's Dir hier bei uns?«
»Muß schon sagen, daß mir's gefällt,« meinte der Hutmacher, »nur ein Bischen feucht kommt mir die Gegend vor.«
»Aber man gewöhnt's,« meinte der Kleine wieder, »ich wohne nun jetzt schon etwas über zweitausend Jahr hier und befinde mich ganz wohl –«
»Donnerwetter, das ist eine schöne Zeit,« rief Zacharias, »und darf man fragen, was Sie eigentlich für ein Geschäft hier treiben, und wo Sie so gut deutsch gelernt haben?«
»Geschäft,« sagte der Kleine, »gar keins, ich bin Seegreis und beziehe meine jährliche Pension, und Deutsch hab ich von meinen neuen Nachbarn gelernt, die gar nicht weit von hier wohnen.«
»Deutsche?« rief Zacharias erstaunt aus.
»Ja wohl,« nickte Jener, »vor etwa fünfzig Jahren versank grad' über uns ein großes Schiff mit lauter Deutschen, die nach Amerika hinüber wollten, und die kamen denn grad herunter und siedelten sich da an. Wollen wir einmal hinüber gehen?«
Zacharias hätte gar nichts Erwünschteres angeboten werden können, denn der kleine komische Kauz hatte ihm noch nicht einmal einen Schluck Branntwein angeboten und er wußte, daß er bei Landsleuten jedenfalls besser behandelt würde. Der Kleine stand aber indessen auf, schwamm in's Haus hinein, kam aber gleich darauf wieder heraus und hatte, zu Zacharias' unbegrenztem Erstaunen einen Regenschirm unter der einen Flosse, den er dann aufspannte und sagte:
»So, nun kann's losgehen.«