»Nein – und noch mehr, Capitain – Dodge ist schuldig zwei Fässer vom vorige Mal – zahlt auch nicht – und weshalb? – Dodge weiß prachtvolles Geheimniß vom weißen Mann – hat weißer Mann schon Strick um Hals gehabt? – Ugh – ist häßliches Gefühl, weißer Mann hat falsch Papier gemacht – soll Dodge nach Little Rock gehen und das vorlegen?«
»Schuft!« rief der Capitain durch die zusammengebissenen Zähne hindurch.
»Nebber mind – by'm by!« – lachte der Wilde, ohne sich an das Wort weiter zu kehren – »aber, Capitain –« und seine Stimme wurde zu einem leisen Flüstern, während er den Blick rasch umherwarf, und sich dicht zu dem Ohr des weißen Mannes hinüberbog – – »Dodge weiß ein Mittel für Euch, das Geld zu kriegen!«
Burkner sah ihn mißtrauisch an, es lag aber so viel boshafte teuflische List in diesem Augenblick in den Zügen des Gelben, daß er wenigstens nicht an dem ernsten Willen des Mannes zweifelte – als er schwieg, fuhr Dodge ebenso leise fort:
»Kennt der weiße Mann Tcha-to-ga – den tollen Büffel?«
»Das ist gerade der Schurke, der mir die ganze Verhandlung zu leiten schien!«
Dodge nickte mit freudigem Grinsen den Kopf und zischte weiter:
»Sein Wigwam ist letzter vom Dorf – zwei Meilen von hier, gerade wo kleine Arm von Red Fork in Arkansas kommt – Dampfboot-Holz an Ufer, große Stange und Scalpe dran – Tcha-to-ga, gewaltiger Häuptling – aber Hund – hat Dodge peitschen lassen – schadet nichts – by'm by –«
»Aber was soll's mit dem?« frug Burkner gespannt.
»Weißer Mann Thor – begreift schwer,« brummte der Halb-Wilde – »Tcha-to-ga hat Tochter – einzig Kind, und ist ein Indianer – zahlte lieber funfzig Faß, eh' er A-na-las-ka, die schwankende Birke, auf zwei Stunden in Gewalt von Weißen sähe – hah!«