»All's klaar Captein — « antwortete der Seemann.

»Gut, dann könnt Ihr jetzt gehn wohin Ihr wollt. Hier Pelz, da hast Du Deinen Zettel — hier Du Deinen Alper, und da Du den Deinen Mooswerder.«

»Ne ich bin Mooswerder, Capitain — « sagte der zweite.

»Schon gut, Ihr könnt sie Euch an Land dann aussuchen — es steht drinn daß Ihr Euch in Deutschland gut aufgeführt hättet — Ihr werdet das schriftlich brauchen, denn auf Euer Gesicht glaubt's Euch doch hier Niemand.«

»Muß das ein Jeder hier haben?« frug der älteste der drei, das Papier etwas mistrauisch betrachtend.

»Ich soll Dir wohl auch noch eine Erklärung geben,« fuhr ihn der Capitain barsch an — »da hier« setzte er dann ruhiger hinzu, »sind auch für jeden noch fünf Dollar Amerikanisches Geld, daß Ihr die ersten Wochen was zu leben habt; für 3 Dollar die Woche könnt Ihr hier in den billigsten Gasthäusern Kost und Logis bekommen, und habt Zeit Euch nach Arbeit umzusehn; verstanden? Daß Ihr Euch gut zu betragen habt, brauch ich Euch nicht erst noch zu sagen, wohlmeinend warnen möcht ich Euch aber doch keine dummen Streiche zu machen, denn sie verstehn hier keinen Spaß; aber Ihr werdet selber am Besten wissen was Euerer Haut gut ist.«

»Denke so, Capitain« sagte der Alte, die Hand nach dem Geld ausstreckend — »sind doch alt genug dazu.«

»Schön — weiter hab' ich mit Euch Nichts zu thun — Eure Kisten stehn oben an Deck, in einer halben Stunde müßt Ihr an Land sein.«

»Vielleicht wäre es gut, Herr Capitain« sagte da der Alte mit einem eigenthümlich versteckten Lächeln, »wenn Sie sich von den hiesigen Behörden eine Quittung über richtige Ablieferung geben ließen.«

»Geht zum Teufel!« rief aber Capitain Siebelt ärgerlich, »oder ich lasse Euch die Quittung noch vorher auf den Rücken schreiben.«