»Danke Ihnen«, Maulbeere, vollkommen ruhig an seiner Arbeit fortfahrend.
Maulbeere, der mit unerschütterter Gemüthsruhe, den Matrosen dabei fortwährend im Weg, seine Arbeit beendet, das Rad eingeschlagen und vier oder fünf Schiebladen in seinem Gestell mit allerhand Dingen aus einem kleinen Kistchen gefüllt hatte, stand jetzt auf, setzte seinen Hut auf, nahm den breiten ledernen Tragriemen über die Schultern des unverwüstlichen grünen Rockes — (dessen Glanz dort oben auch dadurch seine Erklärung fand) und war im Begriff das Schiff zu verlassen indem er seinen Scheerenschleiferkarren vor sich her, über den Gangweg hin, der Planke zuschob.
»Nun Herr Maulbeere glückliche Reise!« sagte der Obersteuermann, der ihn kopfschüttelnd die letzten Minuten beobachtet hatte — »aber was soll mit dem Kistchen hier geschehn?« — Der weiße kleine Kasten war an Deck zurückgeblieben.
»Den vermach ich dem Schiff!« sagte Maulbeere, den Karren etwas mehr nach der linken Seite werfend, das Gleichgewicht herauszubekommen.
»Und Ihr anderes Gepäck?«
»Gegenwärtig.«
»Was? — keine Kleider mehr? — wo ist denn Ihre Wäsche?« lachte der Seemann.
»In der Wäsche Herr Obersteuermann« sagte Maulbeere, und war eben im Begriff mit einem plötzlichen Ruck über eine im Wege, und queer über den Gangweg liegende Handspeiche hin zu fahren, als Frau Henkel mit Hedwig die Cajütstreppe heraufkam und auf den Obersteuermann zuging.
Sie sah todtenbleich aus, war aber vollständig angezogen, mit ihrem Hut auf und einen weiten Shawl um ihre Schultern geschlagen; eben so Hedwig, die eine Tasche in der Hand trug, und stark verweinte Augen hatte.
»Halt Maulbeere!« rief der Obersteuermann — »wartet einen Augenblick, ich glaube die Damen wollen an Land gehn, daß Ihr ihnen nicht mit Eurem gefährlichen Karren da in den Weg kommt.«