»Werde ihnen Bahn machen« sagte jedoch Maulbeere, eben nicht gesonnen Rücksichten auf Jemand zu nehmen, wer es auch sei; der Seemann trat ihm aber in den Weg, und zwang ihn dadurch zum Stillhalten, während Clara Henkel auf ihn zutrat und freundlich sagte —

»Dürfte ich Sie bitten mir zwei von Ihren Leuten mitzugeben und meine beiden Koffer tragen zu lassen?«

»Sie wollen doch nicht zu Fuß in die Stadt gehn, Madame?« sagte der Steuermann — »ich glaubte erst, Sie wünschten nur einmal frische Luft wieder zu schöpfen, aber da besorg ich Ihnen doch lieber einen Wagen.«

»Ich danke Ihnen« sagte die Frau mit leiser, doch entschlossener Stimme — »wir werden gehn — aber ich möchte die Koffer mit mir nehmen.«

»Sie sehen noch so blaß und angegriffen aus« sagte der Seemann auf seine derbe doch herzliche Weise — »wenn Sie mir folgen, lassen Sie sich einen Wagen holen.«

Clara schüttelte mit dem Kopf, und sich umsehend auf Deck sagte sie endlich:

»Hat Herr Henkel sein ganzes Gepäck fortschaffen lassen?«

»Alles, bis auf das was in der Coye stand.«

»Ist nicht ein kleiner gelber lederner Koffer mit schwarzen Riemen zurückgeblieben?«

»Nicht daß ich wüßte, aber ich kann fragen.«