»Nein Madame« mischte sich hier aber einer der Matrosen in das Gespräch — »ich habe selber die Sachen mit auf den Karren und den kleinen gelben Lederkoffer mit hinausgetragen; der Koffer fiel mir noch auf weil er so hübsch gearbeitet war und eben die schwarzen Tragriemen hatte.«
Clara seufzte tief auf, aber sie sah freudiger dabei aus — es war als wenn eine Last von ihrer Seele genommen wäre.
»Ich weiß selber nicht einmal wohin die Sachen geschafft sind« sagte der Steuermann wieder, »und die Leute wissen auch nicht Bescheid.«
»Wir werden uns schon zurecht finden« sagte Frau Henkel — »ich bitte Sie recht sehr mir zwei Leute mitzugeben.«
»Von Herzen gern, wenn Sie es denn absolut wollen — heh Jahn und Görg — loopt mal gau daal in de Cajüt, und sackt die beiden Koffers op. — Sind sie herausgestellt, Madame?«
»Sie stehen vor unserer Thür.«
»Also flink Jungens, und dann gaat Jü mit Madame in de Stadt. — Kann ich Ihnen sonst noch mit etwas dienen?«
»Ich danke Ihnen Steuermann« sagte die Frau freundlich, aber gar wehmüthig lächelnd — »ich brauche Nichts weiter — leben Sie wohl. Vielleicht aber sehn wir uns recht bald wieder — wann wird Ihr Schiff fertig sein zur Rückfahrt?«
»Ja das hängt von der Fracht ab, Madame, aber ich denke doch spätestens in vier Wochen.«
»Ich danke Ihnen leben Sie wohl!« Sie ging, von Hedwig jetzt unterstützt, auf deren Schulter sie sich lehnte, langsam über die Planke an Land, und die Matrosen folgten ihr, mit den beiden Koffern auf den Schultern.