»Kosthaus« — wiederholte der eine der verheiratheten Männer mit einem kaum unterdrückten Seufzer und einem halbscheuen Blick nach Frau und Kind — »Kosthaus — ich möchte wissen was uns ein Kosthaus helfen sollte — wenn wir nur erst einen Platz wüßten wo wir überhaupt Kost bekämen, das Haus wollten wir ihnen gern schenken.«
»Oh, so stehn die Sachen?« lachte der Deutsche wieder — »Ihr habt kein Geld? — ja dann müßt Ihr freilich arbeiten.«
»Habt Ihr Arbeit?« riefen die Männer rasch und zugleich.
»Ich gerade nicht« lachte der Deutsche, »aber wenn Ihr die haben wolltet, die wäre leicht genug zu bekommen.«
»Aber wo?« rief der Erste von den Oldenburgern wieder, »wir haben uns schon fast die Schuhsohlen abgelaufen durch die Stadt, und Niemand hat uns haben wollen.«
»Haben wollen« sagte der fremde Deutsche kopfschüttelnd — »Ihr seid nicht an die rechte Schmiede gegangen, das ist die ganze Geschichte; da möcht' ich die größte Wette eingehn, daß ich Euch alle miteinander in drei Tagen unterbrächte. Was habt Ihr für ein Geschäft?«
»Geschäft? — wir sind Bauern.«
»Bauern? — hm, das ist allerdings schon schwieriger, aber für eine Weile könntet Ihr auch schon einmal was anderes angreifen. Wenn der Mensch Lust hat geht Alles.«
»Hier werden wir auch wohl noch gefragt werden ob wir Lust haben« brummte der Erste wieder.
»Aber wo ist die Arbeit zu kriegen?« frug jetzt eine der Frauen, »lieber Gott wir wollen ja gerne arbeiten, wenn wir nur für uns und die Kinder Brod haben.«