Wenn dann mein Herz im Grabe liegt,
Und austräumt seine stillen Leiden,
Dann soll der Geist zum Himmel nicht
Entfliehn, und zu der Seel'gen Freuden. —
Ein schön'res Loos werd' ihm zu Theil,
Umschwebend Dich in trüben Tagen,
Soll er, zu Deinem Schutz und Heil,
Selbst seiner Seligkeit entsagen.«
Loßenwerder war ganz gerührt geworden beim Schluß des Liedes, und die Thränen standen ihm in den Augen; während sein wirklich häßliches Gesicht durch den Schmerz aber eher einen komischen als ernsten Ausdruck bekam, jubelte die Schaar jetzt um ihn her, die wirklich erst wieder Athem und Laut gewann, als der wundersame Zauber dieser Stimme von ihnen genommen war.
»Bravo — bravo Loßenwerder — bravo dacapo! Donnerwetter Mann, Ihr habt ja eine Stimme wie eine Nachtigall, und stottert nicht die Probe dabei — wie am Schnürchen geht das!«