»Ja wohl von Neu-York oder Philadelphia oder wohin Ihr Reiseziel liegt.«
»Ja aber kann man denn die hier bekommen?« frug Müller.
»Gewiß kann man das,« lächelte Herr Weigel, »und das ist gerade der ungeheure Vortheil unserer jetzigen Verbindung, die den Auswanderer von der Thür seiner alten Heimath fort, vor die seiner neuen setzt, ohne daß er ein einziges Mal in die Tasche zu greifen und mehr zu bezahlen braucht, als was er gleich von allem Anfang entrichtet hat. Das eben macht auch das Reisen jetzt so billig, daß man mit einem Blick im Stande ist sämmtliche Kosten zu übersehn; die Extra-Ausgaben fallen ganz weg.«
»Das wäre freilich ein Glück,« sagte Müller, von dem erst vor einigen Monaten ein Bruder »hinüber« gegangen war — »die Extra-Ausgaben fressen sonst das meiste Geld.«
»Ob sie's fressen, bester Herr, ob sie's fressen,« sagte Herr Weigel, sich wieder vergnügt die Hände reibend.
»Und wo kann man die Billete also bekommen?« frug Menzel.
»Bei mir hier, versteht sich,« sagte Herr Weigel — »alle bei mir.«
»Und die gelten dann drüben?«
»Nun versteht sich doch von selbst,« lachte der freundliche[pg 122] Agent, »ich würde sie ja Ihnen doch sonst nicht verkaufen. Sehn Sie, wenn die Deutschen hinüber kommen, dann sprechen sie gewöhnlich noch kein Englisch — oder haben Sie das etwa schon gelernt?«
»Ne — «