»Es ist gut!« rief dieser, keineswegs gewillt dem jungen Mann entgegenzutreten; »das ist mein Dank jetzt für die jahrelange Protektion dieses Hauses, das aber jetzt kein Gast mehr betreten soll, den ich daran verhindern kann.«
»Sie werden zu spät zu Ihrem Lunch[4] kommen,« sagte Franz ziemlich bedeutungsvoll auf die Thür zeigend.
»Jimmy, Sie sind mein Zeuge, wie ich hier behandelt werde,« rief Messerschmidt mit gekränktem Stolz, »Sie werden mir dafür Rede stehn müssen, Herr Hamann.«
»Sie werden wirklich zu spät zu Ihrem Luncheon kommen,« sagte der junge Hamann, die Thüre jetzt selber öffnend und mit einer ungeduldigen, nicht miszuverstehenden Bewegung hinausdeutend.
»Guten Morgen Herr Hamann!« rief da der Agent, bebend vor Zorn, drückte sich den Hut fest in die Stirn, und flog im nächsten Augenblick voll und breit gegen die Gestalten zweier anderer Männer an, die eben im Begriff waren, die beiden steinernen Stufen in das Schenkzimmer hinaufzusteigen.
»Hallo,« sagte der Erste von diesen, nur mit Mühe sein Gleichgewicht bewahrend und dem Davonstürmenden erstaunt nachsehend, »der hat's verdammt eilig — das Gesicht sollt' ich auch kennen, ging der freiwillig, oder wurd' er gegangen?«
Der junge Hamann warf einen flüchtigen Blick auf die neu Eintretenden und drehte sich dann, ohne sich weiter mit ihnen einzulassen, rasch herum und verließ das Zimmer.
»Alle Wetter, Mr. Meier!« rief da der Barkeeper den früheren »Boarder« erkennend — »wo haben Sie die Zeit gesteckt — man hat Sie ja mit keinem Auge mehr gesehn.«
»Geschäftsreisen, mein junger Freund, Geschäftsreisen,« sagte der Passagier der Haidschnucke, indem er die Augenbrauen in die Höhe zog, und mit den Achseln zuckte, »komme gerade von Milwaukie herunter, die »balsamische Luft« des Südens einzuathmen. Aber weshalb war der Mann, der da zur Thür hinaussprang und mich beinah über den Haufen warf, so in Eile? — irgend etwas Unangenehmes vorgefallen?«
»Häusliche Scenen wie sie manchmal in einer Familie vorkommen,« lachte Jimmy ausweichend — »soll ich Gläser aufsetzen?«