»Hm, ja — aber nicht hierher,« sagte Meier — »gebt uns ein paar Glas rechten steifen kalten Punch — lieber etwas reichlich Zucker und Citrone, aber desto mehr Arrak — dort in das Eßzimmer an den kleinen Ecktisch — wir haben 'was mit einander zu reden — werft auch ein paar Stück Eis hinein, und wenn Ihr noch zwei andere Gläser in Vorrath macht, schadet's ebenfalls Nichts — wir sind alle Beide durstig.«

»Ich auch,« sagte Jimmy.

»Gut mein Herz, macht Euch dann auch ein Glas zurecht; uns aber nicht schlechter, verstanden? — werdet ja wohl irgendwo so eine bestaubte Flasche noch stecken haben.«

Meier winkte dabei seinen Gefährten ihm zu folgen, und ging mit ihm in das Nebenzimmer, wo ein paar deutsche Zeitungen auflagen, und sie, mit diesen zwischen sich, ohne jedoch darin zu lesen, an einem kleinen Tisch dicht am Fenster und der nächsten Wand, Platz nahmen.

»Nun, was war's also Kamerad, was Du mir sagen wolltest,« frug hier Meier seinen Gefährten — »wir sind hier ungestört.«

»Wißt Ihr, was aus Euerer Frau geworden ist?« frug der Andere, eine kleine, gedrungene Gestalt mit struppigem, grau gesprenkelten Bart und darüber unstät umhersuchenden kleinen grauen, stechenden Augen, sonst aber in anständiger behäbiger Tracht.

»Meiner Frau?« sagte Meier erstaunt, »wie kommt Ihr auf die? lebt sie denn noch?«

»Ein zärtlicher Gatte, das muß wahr sein,« lachte Pelz — auch eigentlich ein alter Bekannter von uns, wenn auch jetzt in anderer Schaale — »sie war noch vor acht Tagen hier in New-Orleans.«

»'S ist mir lieb daß Ihr sagt sie war« — brummte Meier, »hol' der Teufel das Weibervolk, das flennt und heult und wimmert und ist immer eine Kette am Fuß, wo der Mann einmal einen raschen, entscheidenden Schritt zu thun gedenkt. Wo ist sie hin?«

»Zu Schiff fort.«