»Zu Schiff?« rief Meier, rasch und erstaunt in seinem Stuhle auffahrend.
»Mit einem deutschen Schiffe zurück,« bestätigte aber der Andere.
»Nach Deutschland zurück; ist sie denn toll? — aber Ihr habt Euch geirrt, Pelz, das kann sie nicht gewesen sein.«
»Geirrt? — ich werde die Frau nicht kennen;« sagte der Mann mürrisch — »sie sah noch dazu weit besser aus als an Bord, ging einfach und reinlich gekleidet, und hatte 'was höllisch Ordentliches an sich; trug auch keinen Schmuck mehr, weder am Hals noch in den Ohren, und kam mir nur verdammt elend vor.«
»Und hat sie Euch gesehn?«
»Ja; aber ob sie mich nicht gekannt hat, oder mich nicht kennen wollte,« sagte Pelz, »weiß ich nicht. Sie sah mir ein paar Secunden starr in's Gesicht, und ging dann still und ernst an mir vorüber auf's Schiff, das etwa eine halbe Stunde später seine Taue einholte und, von einem Dampfer in's Schlepptau genommen, den Strom hinunter qualmte.«
»Glückliche Reise,« brummte Meier, sein Glas, das ihm in diesem Augenblick Jimmy hereinbrachte, auf einen Zug leerend.
»Danke,« sagte dieser etwas erstaunt, »aber woher wißt Ihr, daß ich fort will?«
»Ihr?« sagte Meier, mit einem halbspöttischen Lächeln den Barkeeper über sein Glas ansehend, »nun dazu braucht man kein Prophet zu sein; Ihr habt Euch ja, so lange wir hier sind, die Gelenke schon in einem fort zum Marschiren eingerenkt.«
»Hundeleben hier,« sagte Jimmy, der sich Meiers Einladung nach sein Glas mit zum Tisch gebracht hatte, und jetzt daran nippte, »möchte hier nicht länger abgemalt sein.«