»Nun der Junge hat Talent und guten Willen.«

»Glaub' ich,« brummte der Alte, »aber mein eigen Fleisch und Blut steht mir näher, und ich werde den Jungen schon zur Raison bringen; er muß mir gehorchen, oder — aber hol's der Teufel, wir wollen von 'was Anderem reden,« unterbrach er sich plötzlich selbst, — »kommen Sie wegen der Pfandgeschichte?«

»Oh Gott bewahre,« lachte Herr Messerschmidt, »die Sache ist ganz einfach; der junge Bursche behauptet, die beiden goldenen Uhren bei Ihrem früheren Barkeeper, von dem er auch die Quittung hat, versetzt zu haben; der ist jetzt fort, Niemand weiß wohin, und ich habe ihm nun den guten Rath gegeben, einen Aufruf an ihn in dem New-Orleans Advertiser abdrucken zu lassen, daß ihm nachher Niemand darauf antwortet, versteht sich von selbst. Nein, lieber Hamann, ich wollte unsere kleine Speditionsrechnung in Ordnung bringen — brauche gerade Geld, und muß vor dem neuen Jahr meine Casse jedenfalls reguliren.«

»Und wie viel macht's im Ganzen?«

»Hundert und sieben und neunzig Dollars fünfzig Cent.«

»Seit zwei Monaten?«

»Ja, und einige Tage — Ihre Geschäfte sind brillant gegegangen, hier ist übrigens auch die specifirte Note.«

»Hm, hm,« sagte Herr Hamann, das ihm überreichte Papier öffnend und langsam durchlesend — »da steht ja der Goldschmied mit 10 Dollarn darauf, der nur acht Tage im Hause blieb und nicht einmal sein Boarding zahlte, — was fällt Ihnen denn ein? — den müssen Sie streichen.«

»Er war gestern bei mir;« sagte Herr Messerschmidt lächelnd, »und frug mich um Rath wie er wohl wieder zu der Tuchnadel kommen könne, die wohl einige achtzig Dollar werth sein soll.«

»Bah, Unsinn, der Quark war nachgemacht — fünf und siebzig Cent hat mir der Jude dafür gegeben.«