»Habe ich das Vergnügen mit Herrn Hessburg zu sprechen?« frug aber der Professor zurück.
»Mein Name ist Hessburg,« sagte der Baß.
»Dann sind Sie wohl so freundlich mir zu sagen, um welche Tageszeit die Haidschnucke morgen segelt« sagte der Professor, froh endlich an den rechten Mann gekommen zu sein, »und ob ich noch zur rechten Zeit komme, wenn ich jetzt Extrapost nehme und die Nacht durch nach Bremerhafen fahre — ich habe mich um einen Tag verspätigt und möchte das Schiff nicht versäumen.«
»Extrapost nehmen?« frug die Stimme oben erstaunt; »morgen früh um sechs und Mittags um elf geht ja ein Dampfboot nach Bremerhafen, warum wollen Sie denn nicht mit dem fahren?«
»Aber komme ich dann noch zur rechten Zeit?«
Die Stimme oben murmelte etwas, das der Professor unten nicht verstehen konnte — »sind Sie ein Passagier der Haidschnucke?« sagte es dann wieder lauter.
»Aufzuwarten — Professor Lobenstein aus Heilingen.«
»Ah — bitte um Entschuldigung Herr Professor, daß ich Sie habe so lange da unten stehen lassen. Marie machen Sie einmal unten die Thüre auf.«
»Bitte, bitte« rief aber der Professor — »ich will Sie keineswegs mitten in der Nacht belästigen — also komme ich noch früh genug wenn ich morgen um sechs Uhr mit dem ersten Boot abfahre?«
»Die Haidschnucke wird wohl kaum vor Abend in See gehn — der Wind ist noch nicht ganz günstig« sagte der Baß oben — »wenn Sie um 11 Uhr fahren haben Sie vollkommen Zeit — das Schiff liegt vor Brake und wird morgen früh noch einige verspätete Fracht an Bord nehmen.«