Die Zuhörer saßen alle still und schweigend da – keiner sprach ein Wort – selbst der Schuhmacher wagte nicht zu lachen – fand auch gegenwärtig keinen Grund – nur der eine Gemeindevorstand frug nach einer ziemlich langen feierlichen Pause:

»Un wie wurd's denn nu nachens – kriggt er se?«

Die Zuhörer schienen sich besonders dafür zu interessiren. Strohwisch aber hob sein Töpfchen an die Lippen, that einen langen, langen Zug und trommelte dann, als er endlich gezwungen war, abzusetzen, einen zweihändigen Generalmarsch auf der Tischplatte. Weitere Fragen von Seiten der Gesellschaft sollten da ziemlich plötzlich durch einen Lärm von außen abgeschnitten werden. Die Thür wurde aufgerissen und einer von den Knechten des benachbarten Bauergutes steckte den Kopf herein und schrie:

»'S brännt im Gute drungen!«

Rasch schlug die Thüre wieder zu und die Gäste fuhren Alle erschreckt von ihren Sitzen auf. Nur Strohwisch und die beiden Weinreisenden blieben sitzen und meinten, es würde nicht so bedeutend sein. Da nicht Sturm geläutet wurde, schien die Sache auch nicht so gefährlich, der Gemeindevorstand mußte sich aber doch an Ort und Stelle überzeugen, ihm folgten die meisten der Anwesenden, und das Kleeblatt war auf einige Zeit fast im alleinigen Besitz der Schenke – die Wirthin hinter dem Ofen und ein alter Bauer, der an einem Tischchen in der Ecke sitzen geblieben war, natürlich nicht mitgerechnet.

Strohwisch, der sich Trost in einem frischen Töpfchen holte, recitirte:

Der Feuerlärm so in der Nacht

Hat doch was zu bedeuten,

Denn er versammelt tausende

Von – aufgeweckten Leuten – hahahaha.