Am stillen öden Strande,
Vom Fluthenstrom umzischt,
Am Muschelkies und Sande
Bricht sich der Wellen Gischt.
Doch auf den schaumzersprühten,
Und krausen Wogen hin,
Treibt, zwischen Blum' und Blüthen
Die todte Sängerin!
Marie schwieg, als sie das Lied vollendet, und nahm den Blick nicht auf von dem Boden, an dem er haftete. Einzelne der Zuhörer applaudirten, und Hennig war von dem einfachen Liede so ergriffen worden, daß er fühlte, wie ihm die großen hellen Thränen in die Augen traten – er bückte sich unter irgend einem Vorwande, sie heimlich weg zu wischen, denn er schämte sich – wußte er doch selbst nicht weshalb – seiner Schwäche.
Aus der, vor dem Orchester stehenden Schaar von jungen Leuten bog sich aber plötzlich unser alter Freund Strohwisch, der bis dahin mit seinen papageigrünen Glacehandschuhen sehr zur Belustigung der überall in den Obstbäumen hängenden Hornecker Jugend aus Leibeskräften applaudirt hatte, so weit, als es ein dicht vor ihm stehender dicker Bauerbursche gestattete, nach dem Mädchen vor und flüsterte: