»Zurückkommen?« brummte Krautsch ärgerlich – »wenn se mich vor- und die angere Geschichte rauskreihn, nachens, dächt' ich, sprächen mer Beede nich sehre mehr von Zerickkommen, un da mer nu noch da sin, wär's meiner Six de rechte Zeit. Nu, Poller, machst De mit?«

»Du willst das Feuer anlegen, und mich nachher – laß einmal sehen – ja – an der Blutbuche neben der kleinen Waldwiese treffen und wenn wir dann im nächsten Dorf leicht einen Wagen kriegen könnten, der uns auf den Bahnhof bis Tagesanbruch führte –?«

»Na ob – ich bin en merkwirdiger Feierwerker – aber wie wärsch denn, wenn mer die Sache gleich morgen machten? da han se ja Treibjagd uff'n Feldern.«

»Nein morgen geht es noch unter keiner Bedingung – den Tag würd' ich schon bestimmen – also Du besorgtest das, und nachher?«

»Dann theelen mer.«

»Gleiche Hälften?«

»Nu verstäht sich – worum denn niche?«

»Hm – ja, versteht sich – – – ich will mir die Sache doch lieber noch einmal erst überlegen.«

Poller wollte sich abwenden, um zum Schloß zurückzugehen, Krautsch frug ihn lachend, ob er sich vielleicht noch eine zweite Tracht Prügel und einige Fußtritte holen wolle – der Oberpostdirector scheine gerade dazu in der rechten Laune gewesen zu sein. – Poller ging mit untergeschlagenen Armen bis ans Thor des Obstgartens, blieb da stehen, kehrte wieder zurück und flüsterte dann mit dem ihn lächelnd Erwartenden wohl noch eine halbe Stunde auf das Angelegentlichste zusammen, dann glitt er leise und vorsichtig wieder in das Thor des Schloßhofs hinein, dessen kleine Pforte noch aufstand und erreichte auch, ohne vermißt zu sein, die Stube, die er mit seinem Vater theilte, während Krautsch durch den Obstgarten hinging und am anderen Ende desselben über die niedere Lehmmauer stieg, die ihn von der in's Dorf hineinführenden Straße trennte.

Elftes Kapitel.
Wahlert und Kraft.