»Joranna Sadie, Joranna,« sagte er und trocknete sich den Schweiß von der Stirn die er, aus den engen Frackärmeln heraus, mit den kurzen dicken eingezwängten Armen kaum erreichen konnte — »René ist noch nicht zurück?«

»Nein, Mitonare, aber er muß bald kommen, und es freut mich nur daß wenigstens Einer von Euch da ist — es ist gar so unheimlich hier so ganz allein zu sein, mit dem leeren und öden Haus Lefévres dicht daneben — ich weiß nicht jene leeren Räume haben etwas Todtes Unheimliches für mich.«

»Ist Bruder Aue hier gewesen?« frug Mitonare leise.

»Mr. Rowe? wie kommst Du auf den?« rief Sadie erstaunt, »nein.«

»Pst« sagte Bruder Ezra und sah sich scheu um und dann setzte er sich auf einen Stuhl, stützte die Ellbogen auf die Lehnen, faltete die Hände und jagte, starr vor sich niedersehend, die Daumen umeinander herum.

Sadie wurde es unbehaglich in dem dunklen Zimmer und sie zündete die Lampe an die auf dem Tisch stand.

Es war indeß vollkommen dunkel geworden, und der Wind hob sich heftiger und schleuderte die Brandung an die gegenüberliegenden Riffbänke mit immer dumpferem Brausen.

»Aber was hast Du nur, Mitonare?« rief Sadie endlich, vor ihn tretend und ihn bestürzt ansehend — »Du siehst aus, als ob irgend etwas vorgefallen. Ist ein Unglück geschehn? — Heiliger Gott, René — wo ist René —«

»Pst — pst« sagte aber der Mitonare eifrig mit der Hand winkend, und schloß die Augen dabei, schob die beiden außerdem schon etwas dicken Lippen vor, und schüttelte aus Leibeskräften mit dem Kopf — »pst, pst Pu-de-ni-a — nicht solchen Spektakel machen — haben Schildwache dicht bei —«

»Aber René —«