»Unsinn, Unsinn, der Wi-Wi läuft, so viel ich von ihm weiß ganz gesund und munter in der Stadt herum und trinkt seinen Freunden den Wein aus, zum Abschied — Mitonare hat ihn in drei Häusern gesehn, auf die Art« sagte Bruder Ezra, ergriff Sadiens Hand und streichelte sie, die arme Frau zu beruhigen — »Tolle Gedanken die sich Pudenia macht um den Wi-Wi — bah — ist wie Guiave, nicht auszurotten; stecke heute einzigen Apfel in die Erde habe im anderen Jahr ganzen Wald.«

»Aber weshalb fragst Du nach Mr. Rowe — der Mann erscheint mir nur immer vor Sorge und Trübsal und großer Noth — was soll er hier, heute noch hier wollen? und wenn ihn René hier fände, gäb' es vielleicht harte Worte zwischen den Männern. Gott wolle es verhüten.«

»Aber ich begegnete ihm doch draußen am Thor — er verließ den Garten, wie ich kam — war er nicht hier im Haus?«

Sadie faltete die Hände und sah erschreckt zu dem Mitonare auf.

»Er kam aus unserem Garten?« frug sie leise — »doch ich bin ein thörichtes Kind,« setzte sie rascher hinzu, »mir da Sorge und Kummer zu machen, vielleicht um Nichts. Es hat heut den ganzen Nachmittag fast ein fremdes Canoe an unserer Landung gelegen und zwei Männer, die darin gekommen, waren an Land. Vielleicht daß ihm das gehörte und er danach sehen wollte vor dem einbrechenden Sturm.«

»Und ist das Canoe wieder fort?« frug Bruder Ezra.

»Oh wohl vor einer Stunde, aber ein Einzelner hat es nur zurückgerudert.«

Mitonare stand auf, trat in die Thür und schaute einige Minuten still und schweigend hinaus in die Nacht.

»Haben die Wi-Wis mehr Soldaten als den einen da unten unter dem Pandanusdach, wo das Feuer ist?« frug er endlich, sich wieder umdrehend, als er eine ganze Zeitlang nach der Richtung hinausgesehen hatte.

»Es waren drei oder vier da, heute Nachmittag« sagte Sadie, »aber sie trieben sich meist oben an der Straße herum, wo Tanui der alte Lootse mit seinen Töchtern wohnt.«