»Horch
Horch wie der Trommel Schlag
Wirbelt der Brandung nach
Horch
Lauert der Feind auch schon,
Herzchen ich komme schon
Horch!«
Es war Maire, trotz dem noch lange nicht wieder gewachsenen Haar die tollste der Schaar, die den Zwang erst einmal abgeschüttelt dem sie unwillkürlich das Knie gebeugt, jetzt fast gar nicht wußte wie sie die versäumte Zeit am raschesten und wildesten wieder nachholen könne.
»Maire! Maire!« riefen einzelne Stimmen warnend, aber die Trommel wirbelte weit verlockender darein und die tolle Dirne war schon lange, von fünf oder sechs andern jetzt gefolgt, zum Nationaltanz angesprungen, dem sie in seinen wildesten Formen und Stellungen folgte.
Aonui, der fromme Häuptling, und Potowai waren aufgesprungen und schauten mit gerunzelten Brauen auf den Unfug, der selbst im Angesicht des frommen Missionairs verübt wurde, und dieser sprach einige ernste drohende Worte zu den Männern. Aber die Männer waren nicht allein Christen, sie waren auch Häuptlinge, und fühlten recht gut wie sie jetzt gerade, im Begriff einen gefährlichen Kampf zu bestehen, dem jungen Volk nicht den tollen Muth wehren durften, der wohl die Grenzen der Schicklichkeit übertritt, dann aber auch wieder im ernsten Kampf, dem stärkern Feind gegenüber, ihm die starre und kecke Todesverachtung gab, in dem aufgeregten fröhlichen Blut.