»Meinst, Kathrine, daß sie wegen meiner krank geworden ist?«

»Aber was Du nur heut für sonderbare Fragen thust, Hans! Wegen wessen denn sonst?«

»Ja, ich weiß nicht,« sagte Hans und schaute still und sinnend vor sich hin, er wußte aber doch, wegen wessen. Kathrine hatte indessen ihre Hand wieder frei gemacht, schenkte ihm den Kaffee ein und rückte ihm dann den kleinen Tisch zu dem Lehnstuhl, damit er die Tasse leicht erreichen konnte. Sie hätte es ihm gern noch bequemer gemacht, wenn es nur möglich gewesen wäre.

»Der Kaffee wird kalt, Hans, wenn Du nicht trinkst,« sagte sie, »er ist ohnehin ein Bischen dünn, aber die Mutter wollte nicht, daß ich ihn Dir stark kochen sollte, weil er Dir sonst schaden könnte, wie sie meinte. Trink ihn nur wenigstens, so lang er noch heiß ist.«

Hans hörte gar nicht, was sie ihm von dem Kaffee erzählte, denn ihm gingen andere Dinge im Kopf herum.

»Heut' in drei Wochen soll die Hochzeit sein, Kathrine,« meinte er endlich, und sah das Mädchen fest und forschend dabei an.

»Ja, ich weiß schon,« sagte Katharine, aber viel leiser, als sie vorher gesprochen, »das Papier ist endlich gekommen.«

»Hast Du nichts dagegen, Kathrine?«

»Ich? Aber Hans, wie Du nur heut' bist? Was kann denn ich dagegen haben? und weshalb?« setzte sie noch viel leiser hinzu.

»Ja, Du wärst aber doch eigentlich die Hauptperson,« meinte Hans; »die Braut hat doch das Meiste dabei zu sagen.«