»Hm, Herr Regierungsrath,« lächelte Hellmann still vor sich hin, »das hat eine eigene Bewandtniß und ich sehe keinen Grund ein, sie Ihnen zu verheimlichen.«
»Wäre mir lieb,« sagte der Regierungsrath.
»Ich weiß nicht einmal, ob Sie sich meiner von früher noch erinnern –«
»Glaube kaum früher das Vergnügen Ihrer persönlichen Bekanntschaft gehabt zu haben.«
»Doch, doch,« sagte Hellmann, »besinnen Sie sich auf den letzten Winter, wo wir einmal zwei Tage hintereinander so entsetzliches Glatteis in der Stadt hatten.«
»Ja allerdings – es kamen auch mehrere Unglücksfälle damals vor.«
»Ganz recht – an einem von diesen Tagen ging ich Vormittags an Ihrem Hause vorüber, dessen Parterre Sie bewohnen; Sie standen am Fenster und sahen auf die Straße hinaus und demselben gerade gegenüber rutschte ich aus – die Füße glitten mir unter dem Leib fort und ich fiel der Länge nach hin.«
»Das waren Sie?« rief der Regierungsrath, noch in der Erinnerung an den Augenblick lächelnd.
»Das war ich, mein bester Herr und wie ich mich nach Ihnen umdrehte – und ich hatte mir weh gethan – wollten Sie sich ausschütten vor Lachen.«
»Hahahaha,« lachte der Regierungsrath, »das sah auch wirklich zu komisch aus, die Beine kamen Ihnen mit einem ordentlichen Ruck in die Höhe.«