Ist ein Graf Kornikoff ein Jahr in Hannover gewesen? – Fremdenliste nachsehen. Kommen Sie so rasch als möglich hierher. – Bin ich abgereist, liegt ein Brief im Hotel. –

H.

Dann kehrte er ins Hotel zurück und verzehrte sein Abendbrod, das ihm der Kellner brachte.

Der Saal war leer; nur vier Herren saßen an einem Tisch und schienen, schon ziemlich angetrunken, den Geburtstag des einen zu feiern, der mit schwerer Zunge noch eine Flasche moussirenden Rheinwein bestellte. Um den Fremden bekümmerte sich Niemand.

Dieser aß das ihm vorgesetzte Beefsteak, trank seine Flasche Wein dazu und wartete es ruhig ab, bis ihm der Kellner das Fremdenbuch brachte. In dasselbe schrieb er sich ein als W. Hallinger, Particulier aus Breslau und blätterte dann die Seiten nach den dort eingetragenen Namen durch.

Ganz zuletzt – dicht über seinem eigenen Autograph – standen seine Reisegefährten eingetragen: »Comte Kornikoff und Frau, aus Petersburg – von Hannover nach Frankfurt.«

Der Kellner hatte dabei bemerkt Nr. 6 und 7.

»Wollen Sie morgen früh geweckt sein?« frug ihn der Portier, als er seine Flasche beendet und seine Cigarre ausgeraucht hatte, und eben im Begriff stand zu Bett zu gehen.

»Wann geht der erste Zug?«

»Wohin?«