»Gut denn, führen Sie ihn fort und übernehmen dabei die Verantwortung für alle Folgen,« sagte der kleine Herr mit dem braunen Rock ungeduldig – »aber Sie sehen doch ein, daß Sie hier das Spiel und Vergnügen völlig dabei unbetheiligter Herren und Damen nicht länger stören dürfen. Herr Polizeicommissar, ich bitte Sie, daß Sie diesem Unfug ein Ende machen, oder ich werde mich morgen ernstlich bei der Behörde deshalb beklagen.«
Der Polizeicommissar war in der That herbeigekommen, und Hamilton, der ihn an seiner Uniform erkannte, frug ihn leise:
»Wer ist denn dieser kleine Tyrann?«
»Einer der Spielpächter,« sagte der Mann mit einem verächtlichen Blick auf den Braunen, und setzte dann laut hinzu, »beklagen Sie sich bei wem Sie wollen, Monsieur, Sie werden uns aber hier wohl noch erlauben, unsere Schuldigkeit zu thun, selbst wenn Ihre achtbare Gesellschaft einen Augenblick gestört werden solle. Und Sie, mein Herr,« wandte er sich an den Gefangenen, »folgen Sie uns jetzt auf das Bureau – ich werde die Sache dort untersuchen.«
»Sie werden mir bezeugen, daß ich nicht den geringsten Wiederstand geleistet habe,« sagte der Pole ruhig – »kommen Sie, meine Herren. Ich wünsche noch an dem Spiel hier Theil zu nehmen, und je eher wir diese fatale Sache beendigen, desto besser.«
Damit wandte er sich entschlossen dem Ausgang zu – die Leute gaben ihm Raum und wenige Secunden später standen sie am Ausgang des Kurhauses.
»Es wäre besser, wir legten ihm Handschellen an,« sagte Hamilton, sich zu dem Polizeicommissar überbiegend.
»Er kann uns hier nicht entschlüpfen,« erwiederte dieser kopfschüttelnd – »und ich möchte keine Gewaltmaßregeln gebrauchen, bis ich die Sache näher untersucht habe.«
Der Pole schritt ruhig und festen Schrittes zwischen zwei Polizisten dahin – dicht hinter ihm folgte Hamilton mit dem Commissar, und eine Anzahl von Neugierigen schloß sich dem Zuge an, um zu sehen, was die Sache für ein Ende nähme. So schritten sie langsam durch den Kurgarten dem kleinen viereckigen Regierungsgebäude zu, das dicht an der Brücke liegt, und der Gefangene schien selber nichts sehnlicheres zu wünschen, als diese Scene bald zu Ende gebracht zu sehen.
»Haben wir noch weit?« frug er einen der ihn escortirenden Leute.