Vollkommen ungerecht wäre es aber, dem Stamm der Neger, wenn sie bis jetzt auch noch nicht gerade viel darin geleistet haben, alle geistigen Fähigkeiten abzusprechen, denn wenn wir gerecht sein wollen, müssen wir immer annehmen, wie wenig Gelegenheit ihnen bis jetzt geboten wurde, sich zu entwickeln. Selbst wo man sie freigegeben hat, hörten sie nie auf, einen untergeordneten Stamm zu bilden, und wo man ihnen wirklich ein eigenes und freies Terrain anwies, um einen eigenen und selbstständigen Staat dort zu bilden, oder wo sie sich das selber nahmen, wie in der Negercolonie in Liberia oder auf Haiti, war es immer nur wieder ein heißes, tropisches Land, das sie bewohnten und das nun einmal einer jeden geistigen Entwicklung hinderlich ist und Geist und Körper erschlafft. Selbst der Europäer, so lange er nicht seinen, in einer gemäßigten Zone gestärkten Körper, mit in ein heißes Land bringt, fühlt sich dort am wenigsten zu geistigen Arbeiten angeregt, wie können wir es da von dem Neger verlangen?
Freieren Spielraum bekommen sie jetzt allerdings in den nordamerikanischen Staaten, aber sie werden immer und ewig ein verachteter Stamm bleiben, unbequem durch ihre Masse, aber deshalb nur noch mehr gehaßt, und wenn man nicht ein Mittel findet sie zu Hunderttausenden aus dem Land zu schaffen, so kann gerade das Anwachsen des Negerstammes, inmitten der weißen Bevölkerung, später noch einmal zu schweren und blutigen Conflicten führen.
Leipzig,
Druck von Giesecke & Devrient.
Notizen des Bearbeiters:
Inhaltsverzeichnis um Einzelkapitel erweitert.
Unterschiedliche Schreibweisen deutscher und englischer Wörter wurden überwiegend beibehalten.