»Bewahre!« lachte der Franzose, »lieber den Comisario. Erst müssen wir finden, daß sie uns zu schwer sind. Decke jenen dunklen Poncho darüber, der auf dem Sitzbrett liegt, Teresa. Er gehört freilich dem Herrn Commissair, aber zu dem Zweck wird er ihn uns wohl leihen.«

»Aber was bedeuten die Schüsse?«

»Nichts Gutes,« sagte Baptiste finster. »Es sind Signale für das Boot an der anderen Seite der Insel, um dasselbe herbeizurufen, und wenn es wirklich in der Nähe ist, kann es uns den Weg abschneiden. Aber caramba!« setzte er mit fest zusammengebissenen Zähnen hinzu. — »Wir haben auch Gewehre im Boot und im schlimmsten Falle können wir ihnen einen wärmeren Empfang bereiten als sie jetzt wohl denken.«

»Aber keine Munition.«

»Pedro hat doch gewiß seine Patronentasche mit. Wie viel Patronen sind darin?«

»Zwanzig, Señor.«

»Bravo, und sechs geladene Gewehre, die Festung ist armirt.«

»Und mit dem Boot hinter uns?«

»Ah bah!« sagte Baptiste, sich in sein Ruder legend. — »Die Sache ist allerdings fast zu interessant, um angenehm zu sein, aber hol's der Teufel! — Entschuldigen Sie, Señora, auf See lernt man ein rohes Sprechen, ohne manchmal etwas dabei zu denken — ich hoffe doch noch, daß wir die hohe See gewinnen sollen und wenn sie uns da hinaus folgen, nun, dann formiren wir mit den Matratzen eine kleine Festung um den schwachen Theil der Besatzung und wehren uns eben unserer Haut. Vorwärts jetzt! — Mit dem Reden geht Kraft verloren.«

Wieder wurden hinter ihnen drei Schüsse abgefeuert und Baptiste sah zu seinem Schrecken, daß sie diesmal nicht in die Luft schossen, sondern hinter ihnen her. Aber die Entfernung war noch zu groß, nur wenn sie hoch gehalten hätten, wäre vielleicht eine oder die andere Kugel bis zu ihnen geschlagen. So fielen sie alle zu kurz und er hütete sich wohl ein Wort darüber zu sagen, um die Frauen nicht unnützer Weise zu beunruhigen.