TÜRKISCHE
MÄRCHEN

HERAUSGEGEBEN VON FR. GIESE
VERLEGT BEI EUGEN DIEDERICHS IN JENA
1925

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BUCHAUSSTATTUNG VON F. H. EHMCKE
ERSTES BIS FÜNFTES TAUSEND

Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Copyright 1925 by Eugen Diederichs Verlag in Jena [[1]]

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EINLEITUNG

Die türkischen Märchen, die dieser Band bietet, sind zweierlei Art: Volksmärchen und Kunstmärchen. Die ersteren umfassen die Nummern 1 bis 21, die zweiten die Nummern 22 bis 66. Die letzteren sind die Märchen, die, in der Hauptsache aus Indien stammend, ihren Weg über die ganze Welt gemacht haben und auch durch Vermittlung des Persischen nach der Türkei kamen. Sie sind in den Märchensammlungen der Qyrq vezir, dem Humajunname und dem Tutiname enthalten.

Diese genannten Sammlungen sind keine sklavischen Übersetzungen, sondern kunstvolle Umarbeitungen, die als Produkte der türkischen Literatur ihren eigenen Wert und ihre Bedeutung haben. Einfluß auf das Volk haben sie nur indirekt ausgeübt, da sie ihres künstlichen Stiles wegen dem Ungebildeten nicht verständlich waren. Trotzdem finden wir auch in den Volksmärchen viele Stoffe aus diesen Sammlungen.

Türkische Volksmärchen sind zuerst in größerem Umfange von Ignác Kúnos gesammelt und herausgegeben worden. Ich nenne nur seine Hauptsammlungen: