Gyges.
Versteh ich dich?

Rhodope.

Vielleicht.

Gyges.
Du könntest?

Rhodope. Zweifle nicht! Ich kann und will.

Gyges.
Nun, bei den Göttern, welche droben thronen,
Und den Erinnyen, die drunten horchen,
Das darf nicht sein, und nimmer wird's geschehn!

Rhodope.
So sagst du ja?

Gyges. Du weckst mich
aus dem Schlummer,
Nicht wahr, wenn er in Träumen mir erscheint,
Und trotz der Todeswunde immer lächelt,
Bis mir das Haar sich sträubt.

Rhodope.
Nicht mehr! Nicht mehr!

Gyges.
Auch drückst du einen Kuß mir auf die Lippen,
Damit ich in der Angst mich gleich besinne,
Warum ich es getan—Du wendest dich,
Als ob's dich schauderte bei dem Gedanken?
Das schwör' mir erst!