Joseph.
Wahr! Wahr!
Herodes.
Kann sie denn nicht mit einer Art
Von Recht dein Leben für ein andres fodern,
Das sie durch deine Schuld verloren glaubt,
Und wird sie's nicht durch ihre Tochter tun?
Joseph.
O Salome! Das kommt von jenem Gang
Zum Maler! Jahr für Jahr will sie von mir
Ein neues Bild!
Herodes.
Ich weiß, wie sie dich liebt!
Joseph.
Ach, wär' es weniger, so stünd' es besser!
Hätt' ich das Bild des Aristobolus
Entdeckt, wenn ich—Nun kann sie denn ja bald
Mein letztes haben, ohne Kopf!
Herodes.
Mein Joseph,
Den Kopf verteidigt man!
Joseph.
Wenn du den deinen
Verloren gibst?
Herodes.
Das tu ich doch nur halb,
Ich werd' ihn dadurch noch zu retten suchen,
Daß ich ihn selbst, freiwillig, in den Rachen
Des Löwen stecke!
Joseph.
Einmal glückt' es dir!
Als dich die Pharisäer—
Herodes.
Jetzt steht's schlimmer,
Doch, was mit mir auch werde, dein Geschick
Will ich in deine eignen Hände legen:
Du warst schon stets ein Mann, sei jetzt ein König!
Ich hänge dir den Purpurmantel um
Und reiche dir den Zepter und das Schwert,
Halt's fest und gib es nur an mich zurück!