Mariamne.
Ich brauch ihn nicht!
Alexandra.
Du brauchst—
Mariamne.
Er gilt mir nichts!
Alexandra.
Dann—Doch ich halt den Fluch auch jetzt zurück,
Es hat dich ja ein andrer schon getroffen!
Du gehst noch in den Ketten einer Liebe,
Die niemals ruhmvoll war—
Mariamne.
Ich dächte doch,
Ich hätt' mir den Gemahl nicht selbst gewählt,
Ich hätte mich nur in das Los gefügt,
Das du und Hirkan über mich, die Tochter
Und Enkelin, mit Vorbedacht verhängt.
Alexandra.
Ich nicht, mein feiger Vater schloß den Bund.
Mariamne.
So tat er, was dir nicht gefiel?
Alexandra.
Das nicht!
Sonst wäre ich zuvor mit dir entflohn,
Mir stand die Freistatt in ägypten offen,
Ich sag nur, der Entschluß ging aus von ihm,
Dem ersten Hohenpriester ohne Mut,
Und ich bekämpfte bloß den Widerwillen,
Mit dem ich anfangs ihn vernahm. Allein
Ich tat es, denn ich fand des Feiglings Handel
In kurzem gut, und gab für Edoms Schwert
Die Perle Zions, als er drängte, hin!
Ja, wär' die Schlange, die Cleopatra
Um jene Zeit gestochen, eine gift'ge
Gewesen, oder wär' Antonius
Auch nur auf seinem Zug hieher gekommen,
Ich hätte nein gesagt! Nun sagt' ich ja!
Mariamne.
Und dennoch—
Alexandra.
Ich erwartete von dir,
Daß du den Kaufpreis nicht vertändeln würdest,
Und daß du den Herodes—