Judas.
Da geschieht ihm nichts!
(Mariamne und Alexandra erscheinen.)
Die Königin! (Will gehen.)
Silo.
Wie meinst du das? Ein Wort noch!
Judas.
Wohl! Im Vertraun denn! Weil er zwanzig ist,
Geschieht ihm nichts! Doch wenn er neunzehn wär'
Und einundzwanzig, ginge es ihm schlecht!
Im künft'gen Jahr steht's anders!
Silo.
Spaße nicht!
Judas.
Ich sage dir, so ist's! Und willst du wissen
Warum? Der König selbst hat einen Sohn
Von zwanzig Jahren, doch er kennt ihn nicht!
Die Mutter hat ihm, als er sie verließ,
Das Kind entführt und feierlich geschworen,
Es zu verderben—
Silo.
Greuelhaftes Weib!
Heidin?
Judas.
Vermutlich! Zwar, ich weiß es nicht!—
So zu verderben, daß er's töten müsse,
Verstehst du mich? Ich halt's für Raserei,
Die sich gelegt hat nach der ersten Wut,
Doch ihn macht's ängstlich, und kein Todesurteil
Ward je an einem Menschen noch vollzogen,
Der in dem Alter seines Sohnes stand.
Tröst deinen Gärtner! Doch behalt's für dich!
(Verlieren sich wieder unter die übrigen.)
Fünfte Szene
Alexandra und Mariamne erscheinen im Vordergrund.