Titus.
Ich selbst, ich habe gegen dich gezeugt!
Mariamne.
Damit du's tätest, lud ich dich zum Fest!
Titus.
Wenn ich ihm sagte, was du mir gesagt—
Mariamne.
So riefe er mich um, ich zweifle nicht!
Und folgte ich, so würde mir der Lohn,
Daß ich vor einem jeden, der mir nahte,
Von jetzt an schaudern und mir sagen müßte:
Hab acht, das kann dein dritter Henker sein!
Nein, Titus, nein, ich habe nicht gespielt,
Für mich gibt's keinen Rückweg. Gäb' es den,
Glaubst du, ich hätt' ihn nicht entdeckt, als ich
Von meinen Kindern ew'gen Abschied nahm?
Wenn nichts, als Trotz mich triebe, wie er meint,
Der Schmerz der Unschuld hätt' den Trotz gebrochen:
Jetzt machte er nur bittrer mir den Tod!
Titus.
Oh, fühlt' er das und käm' von selbst, und würfe
Sich dir zu Füßen!
Mariamne.
Ja! Dann hätte er
Den Dämon überwunden, und ich könnte
Ihm alles sagen! Denn ich sollte nicht
Unwürdig mit ihm markten um ein Leben,
Das durch den Preis, um den ich's kaufen kann,
Für mich den letzten Wert verlieren muß,
Ich sollte ihn für seinen Sieg belohnen,
Und, glaube mir, ich könnt' es!
Titus.
Ahnst du nichts,
Herodes?
(Joab tritt geräuschlos ein und bleibt schweigend stehen.)
Mariamne.
Nein! Du siehst, er schickt mir den!
(Deutet auf Joab.)
Titus.
Laß mich—