De Schuwers, — wat wiren de Schuwers för’n fetten Happen för em! Hei högte sick bi den Gedanken an ehr, dor künn hei mit einen Strich glick en gauden Hümpel wegracken. Hei hadd naug hollwannig Kinner seihn, de sei up’t Gewissen hadden. Wo klüng de Welt wedder von Süfzer un Jammer! De Düwel läd de Hand an’t Uhr. Wo säut klüng em dat! Dat hürte hei leiwer as Singen un Beden.

Un nu slög de Düwel en anner Blatt up, ganz mit Bedacht, dat hei ok den rechten Wollgenuß hadd, von dat wat nu kem. Denn dit wir sin gröttste Freud. Hier stünnen de Namens von de lütten Mätens inteikent. Ditmal rew de Düwel sick de Hän’n, dit wir sin Best, sin Hauptstück! Disse Siden wiren süs ümmer so witt, so leddig west, kein hedd so recht wat mit em to daun hewwen wullt, Tucht un Schimp wiren noch bi ehr west. Äwer nu, äwer nu! Dicht bi dicht stünnen dor de Namens, un de ganz Jungen, dat gewen de meisten un de legsten af. Wenn hei upstunns so öwer de Ird flög, un hei seg de lütten Dirns un Mannslüd up de Danzbähns liggen bet deip in de Nacht, un seg, wo sei Plicht un Ihr vergeten, wo sei dat Geld ut ’t Finster smeten för Tand un Kram un lachten äwer gaude Lihren un lewten in den Dag rinne, as gew dat kein End, denn würden em de Ogen blänkern. De lütten Mätens hadden em Mäuh nog makt, Johrdusende lang! Nu äwer hadd he ehr, nu wiren sei sin. »Kann naug von juch bruken«, gnurrte hei, »nu is de Welt mal ümkihrt, nu kümmt dat Bös an ’t Roder, nu is ok mal min Tid.«

Un is dat nich hüt so? Is nich upstunns den Düwel sin Tid? Höd di, höd di, min Fründ, dat de Düwel di nich ok in sin Bauk rinschriwwt, höd di! Wer deiht, wat dat Fleisch will, de kümmt in dit Bauk rinne. Paulus seggt in uns Epistel, dat all de nich de Seligkeit arben. Lat ’t uns nich daun wat dat Fleisch, de Sün’n uns seggt, lat ’t uns daun, wat de Geist seggt. Wo schön is dat, wat Paulus äwer den Geist schriwwt. Wi lesen: De Frucht von den Geist is Leiw, Freud, Freden, Geduld, Fründlichkeit, Gaudheit, Glowen, Sanftmaut, Keuschheit. Dat sünd luter Saken, för de uns plattdütsch Sprak Würd hett, un dit süll sick ok all in plattdütschen Lan’n finden. Leiw, Freud, Freden, Fründlichkeit, Geduld, Gaudheit, Glowen, Sanftmaut, Keuschheit. Ach wenn doch alle Minschen so wiren, wo schön wir denn dat Lewen. Wenn wi denn ok arm wiren, wenn wi denn ok en flickten Rock drägen un in Winter in en Stuw tausamenkrupen möten, un wenn dat denn ok knapp bi Disch taugeiht, dat würd all nich schaden, wenn de Minschen so wiren, denn wir doch dit Lewen up de Ird ok in des swere Tiden all en halw Paradies.

Toirst nennt Paulus de Leiw. De Leiw is jo ok dat Best in de Welt. De söcht de Herr Jesus an sin Jünger, un einmal au ’n jüngsten Gericht ward dat gahn na dat Wurd: Wat ji daan hewwt einen von min geringsten Bröder, dat hewwt ji mi daan. Äwer Wil de Ungerechtigkeit äwerhand nimmt, ward de Leiw in veel kolt warden. Is dat ok bi di so? O bidd Gott, dat hei di mihr Leiw giwwt un di helpt, anner Lüd wat to Leiw to daun. Un dor willen wi hüt mal ganz praktisch vorgahn. Dat is noch früh an ’n Morgen. De ganz Dag liggt noch för uns. Dor nimm di nu mal för, hüt an desen Dag wenigstens einen Minschen wat to Leiw to daun. Du weißt villicht en Kranken oder ne oll Fru, de nich mihr utgahn kann un de sick freut, wenn du ehr mal besäuken deist. Besäuk ehr hüt mal. Oder bring ehr en poor Appels hen oder en poor Eier oder wat du süs grad hest, kannst ok nen Geldschin mitnehmen. Dau dat, wotau de Leiw di andriwwt. Dat giwwt so veel Armaut in uns Tid un so veele, de sick äwer jede lütt Gaw freuen. Oder lad’ hüt abend enen in, de so allein steiht. Oder gah na enen hen, mit den du utenanner kamen büst, un wis em, dat du em nich mihr bös büst. Ja, dau wenigstens enen Minschen hüt wat to Leiw, äwer dau dat ok würklich. Dat kann girn sin, dat, wenn du hengahn wißt, enen to besöken oder em wat to bringen, ne Stimm in di seggt: Wat wißt du dorhen gahn, dat hest du doch nich nödig, du kannst leiwer en anner Mal hengahn. Wenn dat so sin süll, denn erlewst du wedder, wat Paulus schriwwt: Dat Fleisch is gegen den Geist. Äwer dau nich, wat din Fleisch, din oll Minsch, din Bequemlichkeit will. Dau wat de Geist will. Ach wenn doch jeder von uns wenigstens enen Minschen hüt wat to Leiw ded, wo dankbor würd ick sin, denn wir min Predigt nich ümsüs west.

Un denn, min Fründ, ward dat hüt för di nen schönen Sünndag, de di Freud, veel Freud bringt, veel betere Freud, as einer hüt Abend up ’n Danzbähn find ’t. Wo Leiw is dor is Freud, un de Apostel nennt ok to tweit de Freud na de Leiw in unsern Vers. Mal hadd en rik Amerikaner enen Paster fragt: »Wo is de Himmel.« De säd em: »Se ach, in uns Tid is dat anner Wurd Wohrheit worden: möten för 200 Mark Lewensmittel för de arm Witfru köpen, de an de anner Sid von den Barg wahnen deit, un de ehr drei Kinner krank sünd. Nehmen Se ok ne Fru mit, de ehr plegen un upwohren kann, un denn lesen ’S ehr den 23. Psalm för un bäden mit ehr. Se warden marken, wo de Himmel is.« An annern Dag kem de rik Amerikaner to den Pastor un säd: »Ja, nu weit ick, wo de Himmel is. Wo hett de arm Witfru sick freut, se wüßt gor nich, wat se seggen süll, un ümmer wedder hett se sick bedankt. Un as ick den 23. Psalm ehr vörlesen un mit ehr bäden ded, hadd ick dat Geföhl, dat ick den Himmel veel neger wir as süs un ick weit nich, dat ick mi süs all so glücklich föhlt heww as gistern.« Ja, dat is so, as de Heiland seggt: Gewen is seliger as Nehmen. De Minschen, de ümmer an sick sülwst denken, de ümmer blot hewwen un hewwen willen, sünd unglücklich. Äwer de, de girn afgewen un girn anner wat to Leiw doon, de kennen Freuden, de man süs in de Welt nich finnen kann.

Un denn noch ein Deil. Paulus schriwwt wider von Freden un Fründlichkeit un Geduld un Sanftmaut. Nimm di wider för, hüt an desen Dag ok mal mit jeden Minschen Freden to hollen. Wes’ gegen jeden fründlich, ward hüt nich ungedüllig un argerlich, ok nich, wenn ener di hüt en Töller entweismitt ore de Kinner ehr witt Kled smutzig maken ore ener di anfohrt un Unrecht deit ore di mit spitze un häßliche Würd kümmt. Fang denn nich an to schellen un to larmen, bliw denn hüt mal ganz ruhig un fründlich un gedüllig, blot mal an desen Dag. Äwer villicht denkt männigein: Du hest god reden. Du süßt man in min Städ sin. Ick kann mi öwer minen Mann oder min grot Dirn jeden Dag krank argern, un de Lüd, de mit mi in ’n Hus wahnen, man glöwt gornich, wat dat för Minschen sünd. Dor kann man nich ümmer still swigen, dor löppt enen de Gall öwer. Äwer versök mal hüt, den einen Dag ruhig un fründlich un sanftmödig to bliwen. Süßt du dat nich enen Dag farig kriegen? Un wenn nich, wotau hewwen wi unsern Herrgott. Denn bidd em, dat hei di mit sinen heiligen Geist dortau helpen deiht. Villicht kümmst du, wenn du fründlich un gedüllig büst, veel wider as wenn du losschimpen un losmarachen deihst.

Ach wenn wi doch den heiligen Geist recht hadden. Ok denn würd uns dat Fleisch, de Sünn, noch to schaffen maken un wi warden dat erlewen, dat ümmer noch dat Fleisch gegen den Geist is. Äwer wi warden nich mihr soveel daun, wat dat Fleisch seggt, wi warden mihr daun wat de Geist seggt. Un dat, wat wi hier lesen, Leiw, Freud, Freden, Fründlichkeit, Gaudheit, Glowen, Sanftmaut, Keuschheit, ward sick ümmer mihr bi uns finnen. De Apostel seggt jo, dat dat de Frucht von den Geist is, von den heiligen Geist. Denn kümmt dit ganz von sülwst as de Appel un Beeren ok ganz von sülwst an de Böm wassen un rip warden. Äwer hüt will ick blos an desen enen Dag denken. Ick bidd di noch einmal so recht von Harten: Nehm di för, hüt an desen Sünndag, wenigstens enen Minschen wat to Leiw to daun un nehm di för, hüt an ’n Dag ümmer fründlich un gedüllig to bliwen, mag passieren, wat dor will, un bidd dinen Herrgott, dat hei di dörch sinen heiligen Geist dorto helpen deiht. Ick will mi dat ok förnehmen un gew uns Herrgott, dat wi dat würklich daun.


2.
Pingstpredigt
von Pastor Ziercke-Dömitz.