Un mannig Vagel fröhlich was
Mit Sange in Hagen un up Bomen,
De Krüder spröten un de Blomen,
De wol röken hier un dor,
De Dag was schön, dat Weder klor.
Wenn wi so de Ogen upmaken, denn seihn wi all en beten von de Herrlichkeit upt Feld. De Blomen, de Böm, dat Krut, dat Holt mit sin Loof, de Wischen mit ehr Gras, de Vagels un de Sünnenschien — dat allens is jo uns’ Heimat: Un wenn uns dat ierst recht to Klorheit kümmt, denn denken wi gar nich mihr an allens, wat wi utricht hebben mit uns eigen Kraft un uns eigen Kunst; denken ok nich mihr an allens, wat wi utricht hebben mit uns eigen Schuld un Versümnis. Ne, uns leiw Moder steiht denn wedder vör uns un de truge Vadder, dei wi dat Best verdanken int Leben, un uns’ Lihrers, de uns to’n Goden anhollen hebben, un ’n goden Fründ, mit den’ wi oft uns utspraken hebben, un dat ganze Volk, to dat wi hüren, mit sin grote Geschicht, un dat uns dragen hett mit sin faste Ort. Un denn vergeten wi de grote gemeinsame Weltsprak, mit de wi den Torn bugen wullen, bet an den Himmel in Eigensük un Äwermod, un besinnen uns up de olle gottesfürchtig Red von unse Vöröllern. In uns leiw Modersprak giwwt dat äwerhaupt gor keen Würd för allens, wat uns krank makt hett: Geld, Geschäft Materialismus, Atheismus, dor giwwt dat blot Würd för allens, wat uns wedder gesund maken kann: Hus, Heimat, Häben, Herrgott.
All de, de so buten de Heimat finnen, un to de de Heimat reden deiht upt Feld warm, hartlich, leiw un gaud, de warden ok ball wedder kamen, un den Herrgott sülwst finnen. Denn dat is ierst de ganze Herrlichkeit, de wi dor buten upt Feld seihn möten, wenn de Herrgott sülwst dor vör uns steiht un mit uns reden will. To keen Johrstid hett he uns mihr to seggen, as in de Vörjohrstid. Hest em noch nich eins dor hürt? Du leiwes Kind, seggt hei, wat billst du di in, wißt, wer weet wat, vörstellen, un kannst doch nich en Grasspierken ut de Ird rutdriewen mit all din Kunst? Du leiwes Kind, seggt hei, wat dreggst du den Kopp so hoch, liehrst mit veel Koppterbreken de Spraken von frömde Minschen, un dat schönste Leid, dat de Nachtigal hier singt, kannst du doch nich verstahn? Du leiwes Kind, seggt hei, wat makst du di för Sorgen? Kiek hier buten is ’t grad so: dor möt de Segen ok von baben kamen, wenn wat Rechts dorut warden sall. Jedes Johr lat ick nah den düstern, harten, kollen Winter de Natur wedder uperstahn to Licht un Leben un leiwliches Wesen, un du meenst, du saßt ümkamen in Nod un Dod? Büst du nich veel mihr as de Blomen un de Vägel, büst du nich min eigen Ebenbild? Süll ick di denn nich vel schönere un betere Saken geben in min Paradies? — Gewiß is dat wohr, ahn Storm un Weder geiht ’t nich af in’t Vörjohr. Dorüm, wenn in din Leben Stormwind un Weder di angst un bang maken will, denn grad kann di dat en Trost sin, dat du singen kannst:
Bald vergeiht de Nacht,
God höllt sülwst de Wacht,
Un en niges Vörjohr