So wappnete sich hier, in aller Freundschaft, ein Deutscher gegen den andren — echt und selbständig beide, und doch erst in Gemeinschaft und Ergänzung ein harmonisches Ganzes.
Dann ging er hinauf zu den Damen.
Er traf Elisabeth allein. Sie strahlte von innen einen eigenartigen Zauber aus, sie war liebreizend und glückselig. Als er eintrat, legte sie den Finger auf den Mund und deutete nach der Nebentüre.
„Mutter schläft noch”, sagte sie leise.
Er war beglückt, sie allein zu sprechen, behielt ihre Hand in der seinen und setzte das Gespräch mit gedämpfter Stimme fort:
„Sind wir wirklich wieder einmal allein nach so langen Jahren? Es kommt mir noch immer wie ein Traum vor, daß wir uns gegenüberstehen.”
„Mir auch, Ingo.”
„Und sag' mir, Elisabeth, denkst du noch genau so wie in der Kindheit?”
Sie wandte den Kopf, schaute befangen nach der Nebentüre und sah dann wieder ihn an, innig und seelenvoll, aber stumm, als wollte sie sagen: Sprich hier nicht darüber, aber lies in meinen Augen, du lieber Mann!
Sie setzten sich in die offene Balkontüre und unterhielten sich mit gedämpfter Stimme. Ingo erzählte vom Montserrat und konnte sich nicht enthalten, auch des Konsuls zu gedenken und von des ungewöhnlichen Mannes wunderbaren Enthüllungen Andeutungen zu geben.